Jan 2015 12

ATSV-Handballerinnen verlieren Kontakt zur Spitze / 18:36-Pleite

 Die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen standen ratlos da. Mit 18:36 (5:21) hatten sie am Sonnabend im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer HSG Hude/Falkenburg verloren. Mit 1:9 Punkten in Folge ist die Tabellenspitze mittlerweile außer Reichweite geraten. Das letzte Erfolgserlebnis (32:29 in Grüppenbühren) liegt mittlerweile 57 Tage zurück. „Bei uns steckt momentan der Wurm drin, wir wissen nur noch nicht genau wo“, sagte ATSV-Trainerin Corinna Wannmacher und zuckte mit den Schultern. Für sie ist es die höchste Niederlage, seitdem sie das Team in 2013 übernommen hatte.

Die Partie war im Grunde schon beim 4:11 entschieden, als die Gastgeberinnen ihre glücklose Torhüterin Meike Rüther gegen Mathilda Heidorn tauschten. Judith Repty musste derweil mit einem Bänderriss im Fuß passen. Zur Pause steuerte der ATSV Habenhausen mit nur fünf selbst geworfenen Toren schnurstracks auf ein völliges Debakel zu.

„Das war ein kollektiver Totalausfall, eine absolute Demütigung“, sagte Wannmacher. Doch was soll sie machen, etwa noch kräftig auf das psychisch angeschlagene Team draufhauen? „Das macht keinen Sinn, wir müssen jetzt alle miteinander reden“, sagte sie.

Den Bremerinnen fehlt zurzeit eine Spielerin wie die zum Saisonende 2014 zurückgetretene Viola Pleines, die das Heft in die Hand nimmt und unmissverständlich den Ton angibt. Auch im Tor fehlt den Gastgeberinnen nach dem Abschied von Inga Heinrich eine herausragende Keeperin, die auch mal unmögliche Würfe hält und ihrem Team damit zusätzlich den Rücken stärkt.

„Meine Mannschaft setzt sich im Kopf selbst unter einen gehörigen Druck, obwohl von ihr niemand die ganz hohen Ziele fordert“, betont Wannmacher. Dadurch verkrampft sie zusehends, leistet sich reichlich Ballverluste und Fehlwürfe und läuft ihren Gegnern damit ins offene Messer. Trotzdem war beim ATSV bislang die Trainingsleistung und auch die Stimmung gut. Jetzt muss das Team aufpassen, dass letztere sich nicht allmählich verschlechtert.

ATSV Habenhausen: Rüther, Heidorn; Rother, S. Klün, Lang (2), I. Klün (2/1), Köster (5), Kalkowski (1/1), Lange (2), Kumpf (2), Peek (1), Behnken (1), Leder (2), Abbes

 

Weser Kurier vom 12.01.2015 von Olaf Kowalzik


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