Jan 2015 06

Grambke-Oslebshausen II verliert gegen Habenhausen

Die Enttäuschung hatte die Kreisoberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen II fest im Griff. Und das direkt vor ihrer Weihnachtsfeier. Die Gelb-Blauen bekamen im Spitzenspiel vom Aufsteiger ATSV Habenhausen III mit 19:30 (12:13) gehörig etwas mit der Rute verpasst.

„Wir sind für solche Spiele momentan noch nicht bereit“, stellte der SVGO-Trainer Uwe Feldermann nach der dritten Niederlage gegen die Top-Drei der Klasse fest. Der Auftakt seiner Mannschaft war allerdings noch vielversprechend, denn dort war der Gastgeber das absolut dominante Team. Während der Stammkeeper Christian Diers nach seiner zwölfstündigen Nachtschicht zunächst noch händeringend auf die berufliche Ablösung wartete, ging Jannis Walther zwischen die Pfosten und machte seinen Job dort anfänglich gut.

Der SVGO setzte sich daher nach dem 3:3 durch Jörg Rutenberg (2), Philip Brandes, Arne Hellmann, Tim Meyran und Matthias Herkt auf 9:4 ab (16.). Zwischendurch brandete beim Gastgeber sogar der Jubel auf, als der Stadtrivale per Auszeit die Notbremse zog. „Der Start war top, wir hatten Habenhausen schon so gut wie am Boden“, resümierte der SVGO-Routinier Michael Kück. „Danach haben wir den gegnerischen Torwart zum Helden geworfen und immer mehr nachgelassen“, warf der Linksaußen Jörg Rutenberg ein. Stimmt, denn während die beiden SVGO-Schlussleute überhaupt nichts mehr an die Finger bekamen, wuchs der ATSV-Keeper Ingmar Zimmermann mit 13 zum Teil schwersten Paraden über sich hinaus. Es war der entscheidende Punkt, der das Bremer Derby zum Kippen brachte. Außerdem packte die Habenhauser Deckung jetzt deutlich aggressiver, aber immer noch fair, zu. Der SVGO-Rückraum kam fast nicht mehr zum Zuge. Vier Minuten später hatten die Gäste zum 8:9 aufgeschlossen, Jörg Rutenberg bewahrte sein Team mit einem Strafwurf noch vor dem Ausgleich (21.).

Nach dem Wechsel enttäuscht

Den Vormarsch des starken Aufsteigers konnte er damit aber auch nicht mehr stoppen. Mit seinem Treffer zum 12:12 verschaffte Arne Hellmann seinem Team den letzten Ausgleich in der Partie, nach dem Wiederanpfiff der souveränen Schwaneweder Unparteiischen Jens Hamann/Niko Wachowiak legte SVGO II schließlich mit 7:17 eine denkwürdige zweite Hälfte hin.

Beim 13:17 verpasste der Gastgeber mit vier Holztreffern den Anschluss, nach dem 18:24 stellte er die Gegenwehr in den finalen zehn Minuten völlig ein. „Obwohl wir geführt haben, fehlte uns der Pepp. Habenhausen wollte den Sieg mehr und hatte auch von der Ersatzbank aus mehr nachzusetzen“, resümierte Uwe Feldermann. Einzig Nick Lange, den er nach 39 Minuten auf die Angriffsmitte schickte, machte im SVGO-Angriff noch Druck – es half nichts.

 

Weser Kurier vom 22.12.2014 von Olaf Kowalzik


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