Jan 2015 06

Kreisoberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen II kassieren 19:30-Pleite gegen ATSV Habenhausen III

Von wegen Geschenke auspacken! Pünktlich zu ihrer Weihnachtsfeier gab es bei den Kreisoberliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen II lange Gesichter. Die Gelb-Blauen bekamen im Spitzenspiel vom Tabellennachbarn ATSV Habenhausen III mit 19:30 (12:13) kräftig die Hucke voll.

Atsv 3. Herren

Schenkte der SVGO-Reserve ordentlich ein: Sven Knief vom ATSV Habenhausen III traf gleich sieben Mal. (Olaf Kowalzik)

Das Team von Trainer Uwe Feldermann verpasste damit zwar den Anschluss an das Spitzentrio, trotzdem ist es im Kampf um den wichtigen vierten Platz mit 12:6 Punkten gut im Rennen. Der Vierte qualifiziert sich noch direkt für die künftig eingleisige Kreisoberliga, die Ränge fünf bis sieben gehen – je nach Abstiegslage in den oberen Ligen – in die Relegation oder steigen wie der Rest ab. Der SVGO ist zurzeit Fünfter, punktgleich mit dem Vierten TuS Zeven, der im Rückspiel Mitte Januar in die Sperberstraße muss.

„Es läuft bei uns gut, aber nicht sehr gut. Alle geben Gas, aber nicht Vollgas“, bemängelte der SVGO-Trainer Uwe Feldermann den fehlenden Esprit seines Teams. Trotzdem beginnt sich seine Mannschaft allmählich zu stabilisieren. Eigentlich wollten die Gelb-Blauen in dieser Saison mit den A-Jugendlichen einen Umbruch wagen, eine Woche vor dem Saisonstart wurden sie jedoch vom Verband von der Zusammenlegung der beiden Staffeln überrascht. Mit nur neun festen Spielern war man also in die Serie gestartet.

In Jörg Rutenberg kehrte mittlerweile ein wichtiger langzeitverletzter Routinier ins Team zurück, auch Malo Rosemeier schloss sich nach seinem Rücktritt aus dem Oberliga-Team der Reserve an. Igor Hergert ist wieder fest dabei, außerdem studiert Linkshänder Tim Meyran nicht wie zunächst geplant in Kiel.

Trotzdem kassierte der Gastgeber zum Jahresabschluss die bislang meisten Gegentreffer der Saison – und die höchste Pleite obendrein. Beim Stand von 9:4 hatte er den starken Aufsteiger aus Habenhausen fast auf die Bretter gezwungen (16.), dann lief bei ihm gegen die immer besser werdende ATSV-Deckung nicht mehr viel zusammen. „Obwohl wir geführt hatten, fehlte uns der Pepp“, stellte Uwe Feldermann fest.

Da das Torhüterduell um Längen an die Gäste ging, wurden die Gelb-Blauen im Stadtderby immer mutloser. „Außerdem war Habenhausen einen Tick bissiger als wir und konnte auch von der Ersatzbank aus mehr Qualität nachlegen“, stellte der SVGO-Coach fest. Beim 8:9 waren die Südbremer bereits am Gastgeber dran (20.), bis zum 12:12 von Arne Hellmann hielt der SV Grambke-Oslebshausen noch ein Unentschieden.

Nach der Pause fiel das Team nach katastrophalem Start auf 12:15 zurück (34.), nach dem 18:24 steckten die Gelb-Blauen dann völlig auf und trafen in den finalen zehn Minuten bis zum Schlusspfiff nur noch einmal ins Schwarze.

SVGO II: Diers, Walther; Feldermann, Rutenberg (6/3), Meyran (1), Herkt (3), N. Lange (1), Stegemann (1), Rüttjerott, Brandes (1), Kück (1), Hellmann (5), Wendler, Hergert

ATSV Habenhausen III: Zimmermann, Tetzel; A. Klische, Puvogel (2), Iljinich, Ernst (5), Beeckmanns, M. Klische (5), Schäfer, Siemer (5/2), Oest (3), Knief (7), Klün, Ehmke (3)

 

Weser Kurier vom 05.01.2015 von Olaf Kowalzik


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