Feb 2015 23

Oberliga: TV Neerstedt kassiert deutliche 20:33-Heimniederlage gegen einen starken Tabellenführer / Nur Kruse ruft sein Potenzial voll ab

Vor dem Duell des Tabellenvierten gegen den Tabellenersten sprachen nicht wenige von einem Spitzenspiel – gemessen an den Kräfteverhältnissen war es das am Ende allerdings nicht. Mit 20:33 (10:14) mussten sich die Handballer des TV Neerstedt dem Oberliga-Primus ATSV Habenhausen vor rund 100 Zuschauern in eigener Halle beugen. „Habenhausen war uns in allen Belangen überlegen, vor allem in der zweiten Halbzeit. In dieser Form wird die Mannschaft mit Sicherheit Meister“, betonte Trainer Kai Freese.

Handball © Ingo Moellers

orben Kruse (am Ball) war mit sieben Treffern bester Neerstedter Torschütze während der klaren 20:33-Heimpleite gegen den Oberliga-Spitzenreiter ATSV Habenhausen. (Ingo Moellers)

 

Vor allem die 6:0-Deckung der Gäste mit einem starken Torhüter Olaf Abshagen dahinter kaufte Neerstedt von Beginn an den Schneid ab. Bereits in den ersten drei Minuten scheiterten Eike Kolpack mit einem Strafwurf und Andrej Kunz nach einem Konter am erfahrenen Schlussmann. Auf der anderen Seite verwerteten die Bremer ihre Chancen und lagen schnell mit 3:0 vorne (5.). Auch in der Folge blieben die Gäste tonangebend – 9:3 (16.). Der Neerstedter Rückraum kam in der ersten Viertelstunde kaum zur Entfaltung, weil Habenhausen entschlossen störte. Erst danach steigerten sich die Hausherren in der Deckung, und auch Keeper Christoph Kuper kam besser ins Spiel. Neerstedt gelang es, den Primus kurzeitig aus dem Rhythmus zu bringen. Torben Kruse fand in der Habenhauser Abwehr plötzlich Lücken. Er war allerdings einer der wenigen Neerstedter, die ihr Potenzial voll abriefen. Durch Kruses Tore kamen die Gastgeber bis zur Pause auf 10:14 heran. Bitter für Neerstedt: Bastian Carsten-Frerichs hatte nach einem groben Foulspiel von den Schiedsrichtern Hans-Georg Temme und Stephan Rieck (Emden) die Rote Karte gesehen (28.).

Nach dem Wechsel konnte die Heim-Sieben nicht mehr an ihre Leistung aus der Schlussphase der ersten Hälfte anknüpfen. Habenhausen trat nun wieder souveräner auf, und als Youngster Yannick Schäfer das 21:15 markiert hatte, war die Entscheidung bereits nach 40 Minuten gefallen. Mit zunehmender Spieldauer resignierten die Neerstedter mehr und mehr, was es Habenhausen ziemlich einfach machte, die Führung kontinuierlich auszubauen. Am Ende stand für den Tabellenführer mit dem 33:20 sogar ein noch höherer Erfolg als im Hinspiel (30:21) zu Buche. Den Neerstedtern blieb indes nicht viel mehr als die erneute Erkenntnis, dass sie gegen die Spitzenteams der Oberliga in dieser Saison einfach nicht gewinnen können.

Bereits am Freitag kann die Mannschaft beim Tabellenvorletzten TvdH Oldenburg Wiedergutmachung betreiben und mit einem Erfolg immerhin den vierten Tabellenplatz weiter absichern.

 

Weser Kurier vom 23.02.2015 von Gunnar Schäfer


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