Feb 2015 23

Der 33:20 (14:10)-Sieg der Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen beim TV Neerstedt hatte einen faden Beigeschmack. Denn die Weiß-Blauen verloren im Topspiel beim Viertplatzierten dafür Tim Steghofer. Der sechsfache Torschütze auf Linksaußen war eine Viertelstunde vor dem Abpfiff umgeknickt und sein Fußknöchel schwoll ordentlich an. „Wir werden wohl einige Zeit auf ihn verzichten müssen“, schwant dem ATSV-Trainer Lars Müller-Dormann nichts Gutes. Seine Mannschaft steuert weiter auf Meisterschafts- und Aufstiegskurs. Der Ligaprimus setzte sich sofort auf 3:0 ab, er ließ aber schon in dieser Phase gute Torchancen per Tempogegenstoß und frei vom Kreis liegen. „Wir haben im ganzen Spiel viel zu viel verworfen und uns von der Hektik anstecken lassen“, sagte Müller-Dormann.

Trotzdem ließen sich die Gäste nicht vom Erfolgsweg abbringen. Über 9:3 und 14:10 hielten sie die Niedersachsen dauerhaft auf Abstand, nach dem 19:15 zogen sie alles entscheidend auf 23:16 davon. Da half es auch nicht, dass Neerstedt Björn und Mirco Wähmann genauer auf‘s Korn nahm und enger deckte. Denn nun war es im Rückraum Yannick Schäfer, der den Platz nutzte und immer wieder erfolgreich dorthin ging, wo es wehtat. Die gute ATSV-Abwehr mit dem starken Olaf Abshagen im Tor sicherte den doppelten Punktgewinn schließlich ab.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Voß; Mathias Fischer, Helbig, Schluroff (1), B. Wähmann (1), Schäfer (8), Meier (3), M. Wähmann (6), Ostermann (4), Marien (2), Müller (2), Steghofer (6).

 

Weser Kurier vom 23.02.2015 von Olaf Kowalzik


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