Mrz 2015 23

SVGO ist gegen Habenhausen chancenlos – 28:37

Der SV Grambke-Oslebshausen vermochte seine Lage im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Nordsee der Männer gegen den ATSV Habenhausen erwartungsgemäß nicht zu verbessern. Der Klassenprimus setzte sich souverän mit 37:28 (21:12) in der Sporthalle an der Sperberstraße durch. Erik Brandt erzielte mit 14 Toren die Hälfte der SVGO-Treffer.

In den ersten 20 Minuten bot der Drittletzte dem Favoriten aber Paroli. Die Gastgeber wandelten zunächst einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Vorsprung um. Der Gast wendete das Blatt aber wieder und ging beim 4:2 erstmals mit zwei Toren in Führung. Beim 14:10 hatte sich der Vorsprung dann vergrößert. „Bis dahin haben wir aber ganz ansehnlich gespielt“, urteilte SVGO-Coach Boris Linnemann. Dann wäre seinen Schützlingen aber bereits leicht die Puste ausgegangen. Mit technischen Fehlern luden die Hausherren den Klassenbesten zu einfachen Toren ein. „Außerdem hat sich bei uns mal wieder die Abschlussschwäche bemerkbar gemacht“, kritisierte Boris Linnemann. Mit der Darbietung in der Defensive war Linnemann aber insgesamt zufrieden: „Damit kann ich leben.“

In den abschließenden zehn Minuten vor dem Seitenwechsel hätten sich jedoch die unterschiedlichen Ambitionen der beiden Mannschaften offenbart. „Habenhausen arbeitet mit einem ganz anderen Tempo. Die Kondition ist auch besser. Da hat man gemerkt, dass der Gegner in die 3. Liga will. Alleine Habenhausens individuelle Klasse hat dafür gesorgt, dass eine Klasse zwischen den beiden Teams lag“, bilanzierte Boris Linnemann.

Im zweiten Durchgang ließ es der Erste aber wieder ein bisschen ruhiger angehen. Dennoch bauten die Gäste den Vorsprung noch leicht auf zwölf Treffer aus. In der Folgezeit schwächte sich der Tabellenführer aber mit zwei Zeitstrafen innerhalb kürzester Zeit ein wenig selbst. In doppelter Überzahl kam die Heimsieben wieder etwas näher an den Kontrahenten heran.

Als sehr treffsicherer Werfer bei den Gastgebern entpuppte sich Erik Brandt. „Den hatten wir nicht so richtig auf dem Zettel. Erik hat einen Sahne-Tag erwischt“, räumte selbst ATSV-Trainer Lars Müller-Dohrmann ein. Wenn Brandt zum Wurf hochstieg, landete der Ball anschließend meistens im Habenhauser Gehäuse. Er verwandelte auch alle vier Siebenmeter für den stark abstiegsbedrohten Klub.

Der Drittletzte vermochte den Sieg des Titelkandidaten Nummer eins aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. „Habenhausen konnte jederzeit noch eine Schippe drauflegen“, ließ Boris Linnemann wissen. Die Grambker verkürzten zwar noch einmal auf 26:33. Doch in der Schlussphase zog der Klassenprimus einfach noch einmal das Tempo an und strebte einem sicheren Erfolg entgegen. „Von der Teamleistung war das aber in Ordnung. Ich hätte mir nur mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gewünscht“, resümierte Linnemann. Er habe sich darüber gefreut, dass sich trotz der Habenhauser Überlegenheit niemand in seiner Mannschaft ergeben hätte. Und: „Aus solchen Spielen kann man viel lernen. Wir wissen jetzt noch besser, woran wir arbeiten müssen. Eine solche Niederlage lässt sich gut verkraften.“

 

Weser Kurier vom 23.03.2015 von Karsten Hollmann


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