Mrz 2015 23

Mathias Fischer wechselt von Habenhausen zur HSG Schwanewede/Neuenkirchen

Es ist selten, dass Malte Waldow in Superlativen schwelgt. Der Handball-Trainer des Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen ist da viel zu bodenständig veranlagt. Doch bei seinem neuesten Transfer-Coup greift auch er zu verbal lauteren Tönen: „MaFi ist unser Königstransfer“, ist Malte Waldow rundum zufrieden und überzeugt.

Hinter „MaFi“ verbergen sich die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens von Mathias Fischer, dem Rückraumschützen des Ligarivalen ATSV Habenhausen. Blond, 27 Jahre alt, 1,93 Meter groß und rund 95 Kilogramm schwer. Kurzum der Rückraumkracher, den sich die „Schwäne“ schon lange neben Dauerbrenner Andreas Szwalkiewicz wünschen.

Königstransfer

Mathias Fischer vom ATSV Habenhausen wird seine Wurfkraft in der kommenden Saison für die HSG Schwanewede/Neuenkirchen einsetzen. (Olaf Kowalzik)

„Ich bin stolz darauf, dass er sich für uns entschieden hat. Wir freuen uns richtig auf ihn“, kann es sein neuer Coach gar nicht abwarten, den Spielerpass in den Händen zu halten. Schließlich eist er damit einen Akteur vom Bremer Rivalen los, der als Gipfelstürmer zurzeit sehr aussichtsreich um den Aufstieg in die dritte Liga kämpft.

Das war letztendlich aber auch genau das Motiv für „MaFi“, künftig ins Niedersächsische zu wechseln. „Für mich wäre die dritte Liga aus privaten Gründen zu aufwendig stellt der Rechtshänder klar, der vor zwei Jahren über den THW Kiel, den TSV Kronshagen und den TSV Alt-Duvenstedt aus beruflichen Gründen nach Bremen wechselte. Dort schloss er sich dem ATSV Habenhausen II in der Oberliga Nordsee an und verzeichnete in der vergangenen Saison auch zwei Einsätze in der dritten Liga. In dieser Saison spielt der Bartträger im ersten ATSV-Team und ist dort eine feste Größe, er hielt sich aber beim 32:24-Hinspielerfolg über die „Schwäne“ mit zwei Toren noch etwas zurück. Im Rückspiel am 19. April stellt er sich erstmals – dann noch im Dress der Weiß-Blauen – an seiner neuen Spielstätte in der Heideschule vor. Zuletzt gelang dem vierfachen Torschützen beim 27:26-Sieg über den TSV Bremervörde der Siegtreffer.

Der Aufstieg der Habenhauser ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, denn theoretisch könnten sie in den finalen fünf Spieltagen noch von der HSG Barnstorf/Diepholz abgefangen werden, „ich wollte aber nicht bis zum Saisonende in der Luft hängen“, stellte Mathias Fischer klar. Insofern brauchte Malte Waldow nicht einmal zu seinen gefürchteten Überredungskünsten ansetzen. „Ich musste gar nicht lange baggern“, schmunzelt er. Ihm kam dabei zugute, dass sich der Neue mit Teilen des Teams und vor allem mit Andreas Szwalkiewicz gut versteht. Den Torjäger der „Schwäne“ soll er dann auch kräftig entlasten. „Wir müssen uns ja nichts vormachen: Andy ist vielleicht noch ein, zwei Jahre dabei. Insofern ist „MaFi“ jemand, der uns auf jeden Fall weiterhilft.“ Der soll letztendlich auch für einen weiteren positiven Aspekt sorgen und seine Leistung gemeinsam mit dem jungen Lukas Feller hochschaukeln.

„Ich werde an meiner neuen Mannschaft viel Freude haben und möchte mit ihr oben mitspielen“, sagt Mathias Fischer. Da passt es, dass bei den „Sahneschnitten“ jetzt auch Mirko Ahrens für eine weitere Spielzeit zugesagt hat. „Mirkos Entscheidung war für meine Mannschaft in jeder Hinsicht wichtig: in spielerischer, für den Charakter der Mannschaft und für die Stimmung insgesamt“, freut sich Malte Waldow.

 

Weser Kurier vom 21.03.2015 von Olaf Kowalzik


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