Mrz 2015 26

Oberliga-Volleyballerinnen feiern 3:2

Die Spannung konnte kaum größer sein. Der ATSV Habenhausen und der MTV Salzgitter hatten am letzten Spieltag der Volleyball-Oberliga 2 jeweils zwei Sätze gewonnen. Nun stand der alles entscheidende fünfte Satz bevor. Doch bevor der richtig anfangen konnte, war er auch schon wieder vorbei. Anpfiff. Abpfiff. Das war’s.

„Salzgitter hatte eine Spielerin auf dem Aufstellungsbogen, die verletzt war und so gar nicht spielen konnte“, erklärte Habenhausens Trainerin Jasmin Schierenbeck die Situation. Das wurde von den Schiedsrichtern als Regelverstoß gewertet, der fünfte Satz ging als mit 15:0 an Habenhausen. Und der dritte Saisonsieg der Bremerinnen war perfekt. Der half ihnen aber auch nicht mehr, den letzten Tabellenplatz in der Oberliga zu verlassen. Der Abstieg stand bereits vor dem letzten Spieltag fest. „Aber so konnten wir doch noch mit einem guten Gefühl die Saison beenden“, sagt Schierenbeck. Beim 3:2 (17:23, 25:21, 10:25, 25:21, 15:0)- Sieg glichen die Gäste zwei Mal einen Satzvorsprung der Niedersachsinnen aus. Die Annahme klappte beim ATSV endlich einmal so, wie sich das eigentlich schon die ganze Saison über vorgestellt hatten. Zudem hatten die Habenhauserinnen ihren Gegner immer wieder mit druckvollen Aufschlägen in Bedrängnis gebracht. Sie hielten gegen den Tabellendritten mit und zeigten so, dass sie trotz ihres letzten Platzes nicht zu Unrecht in dieser Liga mitgespielt haben. Das hatten sie schon in der Woche zuvor beim 1:3 gegen Spitzenreiter VfL Lintorf angedeutet.

„Diese knappen Ergebnisse haben sich durch die ganze Saison gezogen – nur leider meist mit dem unschönen Ende für uns“, sagt Schierenbeck. Eine Etage tiefer wollen die ATSV-Damen nun wieder oben in der Tabelle mitmischen. Gestern Abend setzten sie sich zu einer Nachbesprechung an. Ob sie sich im Falle eines Wiederaufstiegs den zusätzlichen Aufwand samt längerer Auswärtsfahrten dann im nächsten Jahr wieder aufhalsen würden, ließ Schierenbeck noch offen. „Erst mal wird es in der neuen Liga schwer genug, ganz oben zu stehen. Alles andere sehen wir dann.“

 

Weser Kurier vom 26.03.2015 von Timo Sczuplinski


Impressum | Powered by Testroom