Mrz 2015 16

Wer so gewinnt, der muss in der Handball-Oberliga Nordsee einfach Meister werden. Die Männer des ATSV Habenhausen haben im Aufstiegskampf zur dritten Liga eine wichtige Hürde genommen. Der Spitzenreiter setzte sich im Schlagerspiel mit 27:26 (12:12) beim Tabellendritten TSV Bremervörde durch. Der Zwei-Punkte-Vorsprung des ATSV hat damit auch fünf Spieltage vor dem Saisonende gegenüber der HSG Barnstorf/Diepholz Bestand. „Meine Mannschaft muss sich davon verabschieden, schon zur Pause mit zehn Toren klar führen zu müssen. Wichtig ist, dass wir bis zum Serienende alle Spiele gewinnen. Meinetwegen auch alle mit nur einem Tor Unterschied“, sagt Habenhausens Trainer Lars Müller-Dormann.

In Bremervörde war es für sein Team vor vollem Haus das erwartet schwere Spiel. Die Niedersachsen wollten unbedingt die letzte Chance nutzen, sich noch einmal in den Meisterschaftskampf einzumischen. Während der ATSV dabei überhaupt nicht richtig ins Spiel kam, legte der TSV eine fulminante 4:1-Führung hin. Die Bremervörder profitierten vor allem von den starken Paraden ihres Torwarts Jan Mühlich, der den Habenhauser Würfen insbesondere von den Außenpositionen und beim Tempogegenstoß maßgeblich im Weg stand.

Nach dem 9:12-Rückstand machte es bei den Gästen dann ausgerechnet in Unterzahl „Klick“. Als der Linkshänder Hauke Marien im Spiel Fünf-gegen-Sechs zum 12:12-Pausenstand traf, war der ATSV Habenhausen wieder aussichtsreich im Rennen. Nach dem 17:17 ging bei den Bremern die Post richtig ab. Da sie im Angriff geduldiger spielten und den Ball cleverer laufen ließen, kamen die Hausherren nicht mehr wie zuvor zu ihren brandgefährlichen Kontern. Der torhungrigste Vertreter der vierten Liga war damit eine seiner schärfsten Waffen beraubt. Außerdem hatte sich der TSV-Shooter Adnan Salkic vorübergehend eine Verschnaufpause gegönnt, sodass die Gäste beim 23:18-Vorsprung massiv auf ihren 19. Saisonsieg zusteuerten.

Sie hatten die Rechnung ohne die starke Rückraum-Kreis-Achse Adnan Salkic/Marcus Hölling gemacht, das jetzt noch einmal aufdrehte. Über 25:21 und 26:23 schmolz der Bremer Vorsprung immer mehr dahin, bis die Niedersachsen unter dem Jubel ihrer Fans zum 26:26 trafen. Eine Minute vor Schluss stellte der starke Rückraumspieler Mathias Fischer aber den 27:26-Endstand her.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Wessels; Steghofer (5), Schluroff, Marien (5), Ostermann (2), M. Wähmann (5), Schäfer (2), B. Wähmann (3), Marcel Fischer (1), Meier, Müller, Helbig, Mathias Fischer (4).

 

Weser Kurier vom 16.03.2015 von Olaf Kowalzik


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