Mai 2015 11

Habenhauser Handballer steigen als Oberliga-Meister wieder in die dritte Liga auf

Welch eine Freude bei den Handballern des ATSV Habenhausen! Die Südbremer setzten sich im letzten Saisonspiel mit 25:23 (13:11) beim Elsflether TB durch. Damit kehren sie als Meister der Oberliga Nordsee direkt wieder in die dritte Liga zurück. Nach dem Abpfiff kannte die Begeisterung bei den Gästen und ihren rund 120 mitgereisten Zuschauern kein Halten mehr. Die Spieler sprangen jubelnd in einer Traube auf den Boden und feierten ausgelassen ihr Glück. Von der Tribüne aus kamen die mit zwei Fanbussen und vielen PKW angereisten Anhänger angestürmt und rissen ein Habenhausen-Banner in die Luft.

In der Kabine erwischte es dann auch noch ihren Trainer Lars Müller-Dormann, dem die Spieler eine ausgiebige Bierdusche verpassten. Zuvor hatte der ATSV bereits vom BHV-Staffelwart Jens Schoof lauthals jubelnd den Glaspokal für den Meistertitel und einen neuen Spielball erhalten.

1. Herren Aufstieg

Mirco Wähmann traf fünf Mal und feierte mit dem ATSV Habenhausen die direkte Rückkehr in die dritte Liga. (Olaf Kowalzik)

Die überschwängliche Freude kam nicht von ungefähr, denn der Sieg in der Wesermarsch war hart umkämpft. Und er fand bei einem Gegner statt, der schon im vergangenen Jahr im Meisterschaftskampf das Zünglein an der Waage war. Damals hatte er am vorletzten Spieltag der HSG Barnstorf/Diepholz beim 31:31 den entscheidenden Punkt abgeknöpft und damit die SG Achim/Baden auf den Thron gehievt.

„Einige in meiner Mannschaft hatten die Hose offenbar gestrichen voll“, sagte Lars Müller-Dormannt. Schon vor zwei Jahren musste er bis drei Sekunden vor Ultimo um den Meistertitel zittern, dieses Mal war seine Mannschaft mit ihm gnädiger. Trotzdem war sie in Elsfleth ob der eklatanten Rückraumschwäche neun Minuten vor Abpfiff mit 19:21 ins Hintertreffen geraten. Der Titel war damit fast futsch.

Der Puls von Müller-Dormann beschleunigt sich rasant, trotzdem vertraute er weiter seiner Mannschaft. „Wir haben ja nie den Kopf verloren und können in der Schlussphase immer noch konzentriert nachlegen.“ Gesagt, getan. Angeführt von Yannick Schäfer, der als einziger Distanzwerfer gut traf, drehten die Gäste den Spieß noch um und verwandelten die Elsflether Stadthalle in ein Tollhaus. Anschließend verlagerte sich die Party weiter ins Werderseehotel, in dem die Rückkehr in die dritte Liga bis in die frühen Morgenstunden kräftig gefeiert wurde.

Während sich seine Mannschaft nun entspannen und der Abschlussfahrt über Pfingsten nach Mallorca entgegensehen kann, steht dem ATSV-Coach und seinem sportlichen Leiter Hartmut Engelke haufenweise Arbeit ins Haus. Gespräche mit potenziellen Neuzugängen müssen geführt werden, von denen bislang nur Marc Schulat vom Oberligaabsteiger TvdH Oldenburg zugesagt hat. „Jetzt, wo feststeht, wo wir spielen, können wir damit endlich richtig loslegen“, sagt Müller-Dormann.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Voß; Mathias Fischer, Schluroff, Helbig, Marcel Fischer (2), B. Wähmann (4), Schäfer (8), Meier, M. Wähmann (5), Ostermann, Marien (1), Müller, Steghofer (5).

 

Weser Kurier vom 11.05.2015 von Olaf Kowalzik


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