Jun 2015 19

Im Einkaufspark Habenhausen laufen die Vorbereitungen für das 17. Erdbeerfest

An der Stelle, an der sich am linken Weserufer in längst vergangenen Jahrzehnten Erdbeerfelder erstreckten, feiern die Kaufleute des Einkaufsparks Habenhausen schon bald zum 17. Mal ihr traditionelles Erdbeerfest. Viel hat sich verändert, seit die Erdbeerpflücker nicht mehr von Mai bis Juli tief gebeugt die rote Ernte einbringen: Die Felder sind mittlerweile zum großen Teil bebaut, Gewerbebetriebe haben sich niedergelassen und nur der Spitzname „Erdbeerbrücke“, den die Bremer der Weserquerung zwischen Hastedt und Habenhausen verpasst haben, erinnert seither an den einst wichtigen Wirtschaftszweig der Bauern von Arsten und Habenhausen.

Erdbeerfest

Frank Ledel (von links), Heiko Wagenfeld, Ulrich Kaste und Thomas Wolter werben schon mal für das Erdbeerfest am 5. Juli im Einkaufspark Habenhausen. (Walter Gerbracht)

„In erster Linie veranstalten wir auf beiden Seiten der Habenhauser Brückenstraße ein Familienfest, das im Zeichen der Erdbeere steht“, beschreibt Frank Ledel das Großereignis, das nun erneut am Sonntag, 5. Juli, stattfinden wird. Der Centermanager des Werder Karree, der gleichzeitig auch Geschäftsführungs-Mitglied der Interessengemeinschaft (IG) des Einkaufsparks ist, nennt einen Bäcker als Beispiel: „Da gibt es Dutzende von Metern Erdbeerkuchen und -schnitten – daran kann sich jeder satt essen.“ Die Vorsitzende der Werbegemeinschaft Werder Karree, Margitta Martens, wird in diesem Jahr außerdem bereits zum 15. Mal eine Erdbeerbowle anbieten, die sie für einen guten Zweck verkauft. Der Erlös geht dann je zur Hälfte an die Kinder- und Jugendfarm Habenhausen und an ein Kinderhospiz. „Ich gehöre zu denjenigen, die hier schon am längsten mitmachen und es macht seit 16 Jahren großen Spaß“, sagt die Leiterin eines Reisebüros.

Neben der süßen Frucht ist den Veranstaltern jedoch besonders daran gelegen, dass von früh bis spät reichlich Aktionen – vom Kinderflohmarkt bis hin zu Ausrüstungs-Präsentationen des Technischen Hilfswerks – angeboten werden, an denen sich die Besucher des Festes beteiligen können. Daher gibt es in und vor den Läden zahlreiche Orte auf dem weitläufigen Gelände, an denen es etwas Besonderes zu sehen, zu hören und zu erleben ist.

Auf der Hauptbühne vor dem Werder Karree startet ab 10 Uhr DJ Daniel seine Livemoderation, bevor um 12 Uhr dann die Geschäftsführung des Einkaufsparkes Habenhausen das Fest offiziell eröffnet. Ab 13 Uhr startet auch der verkaufsoffene Sonntag in den Geschäften. Nach der Mittagszeit wechseln sich mehrere Gruppen mit Vorführungen ab: Zum einen ist die Gemeindemusikschule Bremen auf der Bühne zu sehen, dann wieder präsentiert sich ein Fitness-Studio.

Der musikalische Höhepunkt des Festes wird die Bremer Oldieband „Blax“ sein, die bereits seit den 80er-Jahren Bühnenerfahrung hat und mittlerweile als Kultband gilt. Die Gruppe spielt mit sattem Instrumentalsound und mehrstimmigem Gesang Interpretationen der Beat- und Rockklassiker aus den 60er, 70er und 80er-Jahren. Darunter sind bekannte Hits von den Beatles über Dire Straits bis hin zu Manfred Mann, von Cream über die Rolling Stones.

Besonders für die Kinder haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen: Allein zehn Großaktionen für die kleinen Besucher werden über das Gelände verteilt zu Bewegung, Spiel und Spaß animieren. Neben mehreren Hüpfburgen gibt es ein Bungee-Trampolin sowie ein Nostalgie-Karussell zu erleben. Daneben können die Kinder sich schminken lassen, Enten angeln, auf eine Torwand schießen oder eine Bonbon-Weitwurf-Maschine ausprobieren.

Feuerspucker und Zauberkünstler

„Im Werder Karree steht darüber hinaus alles unter dem Motto Zirkus“, gibt Ledel bekannt. Wer also schon immer einmal Jonglieren lernen oder Teller auf einem Stab balancieren wollte, kann genau das unter fachkundiger Anleitung lernen. „Aber auch Feuerspucker und Zauberkünstler sind zu sehen“, so der Centermanager. Sportlich geht es direkt gegenüber beim Einkaufsmarkt Real zu. „Wir sind in diesem Jahr eine Kooperation mit dem ATSV Habenhausen eingegangen, der sich vor unserem Markt präsentieren wird“, sagt dazu Marktleiter Heiko Wagenfeld. Die Handballer werden an einer Torwand beweisen, dass nicht nur ein Fußball geeignet ist, um seine Zielsicherheit zu demonstrieren. Außerdem wird die Tanz-Abteilung des Vereins ihr Können zeigen. Wer in die neue Sportart „Jumping Fitness“ einmal hineinschnuppern möchte, kann ebenfalls an dieser Stelle einer Trainerin zuschauen, die Besucher zum Mitmachen mit auf ihr Trampolin holen will.

Zahlreiche Händler wollen außerdem die Gelegenheit nutzen, besondere Dienstleistungen und Waren vorzustellen. „Hier im Einkaufspark sind über 190 Dienstleister und Fachgeschäfte versammelt – dieses Potenzial wollen wir noch bekannter machen“, sagt der Vorsitzende der IG-Geschäftsleitung, Ulrich Kaste. Etwa 50 bis 60 der Geschäfte – darunter alle großen Märkte vor Ort – beteiligen sich am Erdbeerfest. Und so wird es für die Erwachsenen auch beispielsweise Roboterrasenmäher, einen Fahrsimulator der Dekra und Sicherheitstechnik zu sehen geben.

Letztere auch in Verbindung mit einer Einbruchschutz-Beratung der Bremer Polizei. „Unser Ziel war es, für die erwarteten 30 000 Besucher eine größtmögliche Bandbreite an Erlebnissen zu bieten“, sagt Ledel. Um die Sicherheit für diese große Zahl an Menschen im Gewerbegebiet zu gewährleisten, wird auch das Deutsche Rote Kreuz vor Ort vertreten sein. Außerdem wird auf der Habenhauser Brückenstraße in beiden Richtungen Tempo 30 gelten, um querende Fußgänger zu schützen.

 

Weser Kurier vom 18.06.2015 von Karin Mörtel


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