Jul 2015 02

Oberligateam des SV Grambke-Oslebshausen vorn / Gemischte Teams beim Handballturnier

„Dressed to success“ – der Hit des schwedischen Pop-Duos Roxette hallte über die Sportanlage „Im Föhrenbrok.“ Absender der rockigen Töne waren die Spielerinnen des „SV Grashoppers“, die vor dem Finale des Handball-Kleinfeld-Turniers des SV Grambke-Oslebshausen die Musikboxen im mitgebrachten Bollerwagen aufdrehten. Mit dem Song traf die illustre Combo, bei der auch die früheren Werder- Regionalliga-Spielerinnen Anna Barnstorff und Kirsten Salkic, die Habenhauser Oberliga-Rückraumschützin Christine Köster oder auch der Findorffer Oberliga-Neuzugang Katrina Wessels mitmischten, den Nagel voll auf den Kopf.

Da halfen dem Kreisoberliga-Absteiger in Gelb-Blau im Endspiel auch die Tore von Linda Schultze (2/1), Elisadel Libchen, Lara Feldermann, Britta Fislage und Sabrina Steinbusch nicht: Die Grashüpfer sprangen den Gastgeberinnen mit einem klaren 11:6-Erfolg davon und holten sich damit den verdienten Turniersieg.

Handballturnier Grambke

Thies Kohrt feierte mit dem SV Grambke-Oslebshausen den Turniersieg in der Herren-A-Klasse. (Olaf Kowalzik)

Den dritten Platz sicherte sich der SV Grambke-Oslebshausen III, der die „Zuchtstuten“, ebenfalls ein zusammengewürfeltes Team um die Grambkerin Marina Rabe, mit 10:9 auf Trab brachte.

Verhältnismäßig beschaulich, dafür aber auch bestens gelaunt, ging es bei der 39. Turnierauflage in Grambke zu. Viele aktuelle und ehemalige SVGO-Aktive hatten dort gemischte Teams auf die Beine gestellt, die das Turnier entsprechend belebten. Das gab Raum für Aufstellungen, die wohl nur im Föhrenbrok so spielen. Und es sorgte für reichlich interessante Spiele und Konstellationen.

Sieben auf einen Streich war dabei nicht nur das Motto des „tapferen Schneiderleins“ in Grimms Märchen, sondern auch auf der idyllischen Arena im Föhrenbrok. Dort feierten Spielerinnen wie Claudia Pfeiff nach 15 Jahren, Birthe Wojke nach 13 Jahren, Diane Wallrabe (alle HSG Schwanewede/Neuenkirchen), Doreen Dietz (SV Grambke-Oslebshausen) und Anna Barnstorff (Grashoppers) oder auch Spieler wie Marlon Allerheiligen (SV Grambke-Oslebshausen II) und Christian Schwarze (HSG Schwanewede/Neuenkirchen) gleich ein siebenfaches Comeback.

„Allmählich merke ich die hohe Belastung“, gab Marlon Allerheiligen nach sieben anstrengenden Turnierstunden zu. Der Rückraumspieler hatte den SV Grambke-Oslebshausen II vor fünf Jahren verlassen, weil er in Richtung Syke gezogen war. Jetzt hat er sich wieder in der gewohnten Heimat häuslich niedergelassen, bereits zweimal mit dem Landesklasse-Team trainiert und beim Turnier sein Wettkampf-Comeback gegeben. Ob er dabei bleiben und beim SVGO spielen wird? „Mal sehen“, sagte der Rückkehrer mit Pokergesicht und zog anschließend die Mundwinkel hoch. Sein Trainer Jörg Rutenberg hätte gegen solch eine routinierte Verstärkung sicherlich nichts einzuwenden.

Bei Doreen Dietz war es genau andersherum: „Ich lege eine Handballpause ein, das hier ist mein Abschiedsturnier mit meinen alten Mädels“, sagte diejenige, die vor vier Jahren via Oberligist ATSV Habenhausen nach Buxtehude gegangen ist, um dort Architektur zu studieren. Für sie war es damit sozusagen ein Comeback-Abschied, den sie sich mit dem zweiten Rang versüßte.

Über einen Turniersieg durfte sich der Lokalmatador aus Grambke-Oslebshausen letztendlich auch noch freuen: In der Königsklasse des Herren A-Cups. Hier traf das Oberligateam des Neu-Trainers Uwe Feldermann zwar „auf das geilste Team hier“, doch auch der Fantasiename des Pokalverteidigers schützte ihn nicht vor einer Niederlage. Obwohl beim „geilsten Team“ feste Oberliga-Größen wie Olaf Sawicki (HSG Delmenhorst), Christian Schwarze, Fabian Rojahn, Antonio Veronese (HSG Schwanewede/Neuenkirchen) oder auch Marc Krüger, Nils Husen und Kevin Krüger (SVGO) mitmischten.

Sie hielten die Partie gegen den Turnierveranstalter bis zum 13:13 offen, bevor ihnen Torsten Humann, Marcel Hägermann, Erik Brandt (2) und Thies Kohrt die entscheidenden Treffer zum 18:14-Endstand einschenkten. Für den SVGO war es der sechste Turniersieg binnen der letzten zehn Jahre. Apropos einschenken: Die Gelb-Blauen wählten als „Preisgeld“ einen Getränkegutschein für die nächtliche Turnierdisco, in er sie auf den Turniersieg anstießen.

Die zweite Vertretung des SVGO triumphierte wiederum im „kleinen Finale“ mit 16:11 über die eigene A-Jugend, die während des Turniers einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Für die Nachwuchstalente war es eine kleine Entschädigung dafür, dass sie bei ihrem Jugendturnier mangels Masse an Gegnern auf den Start verzichten musste.

 

Weser Kurier vom 02.07.2015 von Olaf Kowalzik


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