Aug 2015 27

Glück hatten sie auch schon im Vorfeld bei der Verpflichtung ihrer neuen Torhüterin Bryana Newbern gehabt, die vom Ligarivalen aus Arsten über die Autobahnbrücke zum ATSV wechselte. Die starke Keeperin, mittlerweile um einige Kilogramm leichter, passt zum ATSV sowohl sportlich als auch menschlich wie die Faust aufs Auge. „Es ist so, als wäre sie schon immer dagewesen“, schwärmt die Habenhauser Trainerin Corinna Wannmacher. Über die unbestrittene Qualität ihrer Keeperin muss sie ohnehin kein Wort verlieren.

Mit Renée Tebje vom Viertliga-Absteiger SV Werder Bremen II hat sie sich auch gleich den nächsten Neuzugang aus der Oberliga-Nachbarschaft gesichert. Die junge Spielerin muss sich aber zunächst auf Rechtsaußen entwickeln und Erfahrungen sammeln, bevor sie später vielleicht auch auf Halbrechts zu einer richtigen Option werden kann.

Im Gegenzug muss der ATSV Habenhausen aber auch zwei herbe Verluste hinnehmen, denn nach Svenja Klün (tritt kürzer) wird ihm nun kurzfristig auch noch Alisa Lang fehlen. Die Kreisläuferin kehrt aus beruflichen Gründen in ihre schleswig-holsteinische Heimat zurück und hinterlässt damit am Kreis eine sehr große Lücke. „Auf dieser Position könnte ich einen Neuzugang bestens gebrauchen“, wünscht sich Wannmacher. Den Verlust von Svenja Klün sollen dagegen im linken Rückraum Christin Köster und Maike Leder beziehungsweise auf der Angriffsmitte Anna-Lisa Behnken und Christin Lange wettmachen.

Mit der bisherigen Saisonvorbereitung ist die Trainerin der Südbremerinnen zufrieden. Ihre Mannschaft hatte sich ohne vorherige Ballberührung sofort mit dem Zweitligisten SV Werder Bremen gemessen und dabei eine 13:38-Klatsche kassiert. Das hohe Resultat täuscht jedoch über die ATSV-Leistung hinweg. Zum einen waren die Grün-Weißen in ihrer Vorbereitung schon um Längen weiter, außerdem hatten die Habenhauserinnen gefühlte 20 Gegentreffer per Konter kassiert. „Im Spiel Sechs-gegen-Sechs sah das dagegen schon ganz gut aus, auch im Angriff hatten wir uns einige gute Chancen erarbeitet“, bilanzierte Corinna Wannmacher.

Es folgte ein guter zweiter Platz beim mit lauter Oberligisten besetzten Turnier in Heidmark (8:2 Punkte). Bei dem hatten die Südbremerinnen das entscheidende Spiel gegen den AMTV Hamburg nur deshalb verloren, weil ihre Trainerin nach einer Sieben-Tore-Führung etwas zu kräftig experimentiert hatte. Ein 26:22-Erfolg über den TuS Bergen, Dritter der abgeschlossenen Serie in der Oberliga Niedersachsen, und ein ebenso enttäuschendes wie mühevolles 31:30 über den Landesligisten HSG Phönix Bassum/Twistringen folgten.

Am kommenden Wochenende nimmt der ATSV Habenhausen an einem mit Dritt- und Oberligisten stark besetzten Turnier in Rostock teil.

Weser Kurier vom 27.08.2015 von Olaf Kowalzik


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