Aug 2015 27

Handball Männer Vorbereitungsturnier Oyten © Focke Strangmann

Björn Steinsträter (am Ball) und sein TV Oyten präsentierten sich beim eigenen Turnier in der Vorrunde gut. Doch mehr als der letzte Platz war für die „Vampires“ dann doch nicht drin. (Focke Strangmann)

Nach einem langen Handballtag stand am Ende die zweite Vertretung des ATSV Habenhausen ganz oben auf dem Siegertreppchen – der Verbandsligist aus der Hansestadt hatte im Finale gegen die HSG Delmenhorst im Siebenmeterwerfen mit 3:2 die Oberhand behalten. Nach der regulären Spielzeit hatte es 13:13 gestanden. Beim Siebenmeterwerfen patzte dann Niclas Schanthöfer für den Oberliga-Aufsteiger. Neben Benjamin Janssens und Christopher Hartwig ist Schanthöfer einer von inzwischen drei Ex-Achimern im Kader von HSG-Trainer Andre Haake. Im Endspiel sollte den Delmenhorstern auch der Treffer vom ehemaligen Brinkumer Tim Kieselhorst zum 13:12 nicht reichen – mit dem Schlusspfiff traf die Drittliga-Reserve des ATSV letztlich per Siebenmeter noch zum Ausgleich. Auf dem dritten Rang landete der SV Aue Liebenau aus der Verbandsliga Niedersachsen nach einem 12:11-Erfolg im kleinen Finale gegen den MTV Soltau.

Die ohne Rückraum-Linkshänder Stefan Timmermann und Mittelmann Frederic Oetken angetretene HSG Delmenhorst war ihrer Favoritenrollen in der Pestalozzihalle zunächst gerecht geworden. Die Gruppenspiele gegen den ATSV Habenhausen III aus der Landesliga Bremen (27:20) und den SV Aue Liebenau (27:19) waren deutlich an den Vizemeister der Verbandsliga Nordsee gegangen. Und auch beim 27:19 im Halbfinale gegen den Oberligisten MTV Soltau verfolgten die Zuschauer nur in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Partie. Spätestens zehn Minuten nach dem Wechsel – beim Stand von 22:17 – war die Entscheidung zugunsten der HSG Delmenhorst gefallen. Zum auffälligsten Akteur in Reihen der HSG avancierte im Match gegen Soltau Christopher Hartwig. Bis zum 6:6 hatte er, den es ab Oktober zum Studieren nach Hildesheim verschlägt, bereits vier Mal vom Kreis getroffen. Seinen aktuellen Mannschaftskollegen traut er den Klassenerhalt in der höheren Liga durchaus zu. „Die Oberliga ist zwar auf hohem Niveau sehr ausgeglichen“, meinte Hartwig, „ich bin aber davon überzeugt, dass die HSG genügend Teams hinter sich lassen wird.“

Gastgeber TV Oyten zog sich zumindest in seinen beiden Gruppenspielen gegen die höherklassige Konkurrenz achtbar aus der Affäre. Dem späteren Sieger ATSV Habenhausen II trotzte das Team vom Trainergespann Marius Brandt und Sascha Kunze ein 18:18 ab. Die Begegnung gegen den drei Ligen höher spielenden MTV Soltau ging mit 17:23 verloren. Beim 14:23 im Platzierungsspiel gegen den ATSV Habenhausen III war bei den „Vampires“ dann aber merklich die Luft raus. „Wir haben das in den ersten beiden Spielen gut gemacht“, zeigte sich Oytens Sascha Kunze trotz der hohen Pleite in der Partie um Platz fünf zufrieden. Beim TV Oyten stand neben Sören Boettcher und Stephan Meiners mit dem erfahrenen Harald Lüthje zudem ein dritter Torwart im Kader. Der ehemalige Daverdener, der in der vorigen Spielzeit in Oytens zweiter Mannschaft in der Regionsliga aktiv war, wird in der kommenden Serie dem Aufgebot der ersten Vertretung angehören.

Weser Kurier vom


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