Sep 2015 11

Julian Kühn geht mit dem Handball-Verbandsligisten ATSV Habenhausen II optimistisch in die Saison

Dieser Rollenwechsel ist nicht ganz ohne: Vor zwei Jahren hatte Julian Kühn selbst noch im Team des ATSV Habenhausen II gespielt, jetzt sitzt er als Trainer des Handball-Verbandsligisten mit neuer Funktion verantwortlich auf der Bank. Nicht immer einfach für einen Trainer, wenn er direkt aus der Mitte der Spieler kommt. Für Julian Kühn, der gerade die B-Lizenz erfolgreich bestanden hat und die dritte Vertretung als Kreisoberliga-Meister mit zwei Aufstiegen in Folge in die Landesliga geführt hat, ist das jedoch kein Problem.

Kühn bei Auszeit © Olaf Kowalzik„Es war mir eine Herzensangelegenheit, diese Mannschaft weiter voranzubringen“, sagt der neue Alte mit dem veränderten Aufgabengebiet. Es ist nämlich nicht immer eine leichte Aufgabe, ein als Ausbildungsmannschaft deklariertes Team zu coachen. Schließlich gilt es ständig, die Belange der Drittliga-Vertretung mit den Wünschen des Verbandsligisten in Einklang zu bringen. Julian Kühn nimmt sich dieser spannenden Aufgabe gerne an.

„Für mich ist es erst einmal wichtig, wieder eine Struktur in die Mannschaft hereinzubringen und ein gut funktionierendes Team herbeizuführen“, verrät er sein Nahziel. Schließlich hat sein neues Team einige gravierende Wandlungen erfahren: Mit Kai Rudolph, Janik Schluroff und Jannik Wessels (alle in die Erste) sowie Marc Wrengler, Fabian Stapper (FTSV Jahn Brinkum) und Mirko Buschmann haben die Weiß-Blauen sechs Spieler verloren.

Dafür sind jetzt der in Bremen studierende Linksaußen Martin Nowakowski (vom HV Pritzwalk), der Linkshänder Patrick Bartsch (von der Bundesliga-A-Jugend des HC Bremen) und der abwehrstarke Rückraumspieler Jonas Besuden (HSG Delmenhorst II) ins Team zu integrieren. Als Co-Trainer stehen dem Team Florian Wachsmann und Jessica Buchholz entlastend zur Verfügung.

Ein direktes Saisonziel peilt Julian Kühn mit seinem 14-köpfigen Aufgebot nicht an, die Ergebnisse aus der bisherigen Saisonvorbereitung versprechen aber viel Positives: Beim Fünfer-Turnier des TV Oyten setzte sich die Drittliga-Reserve im Endspiel mit 3:2 im Siebenmeterwerfen gegen den Oberliga-Neuling HSG Delmenhorst durch. Nach regulärer Spielzeit stand es 13:13n.

In einem weiteren Vergleich über dreimal 25 Minuten wurde derselbe Gegner eine Woche später mit 42:38 erneut besiegt. Der Landesligist TSV Daverden des früheren ATSV-Trainers Thomas Panitz wurde wiederum mit 28:20 auf Distanz gehalten. „Die Ergebnisse der Mannschaft lassen annehmen, dass da noch einiges Potenzial in ihr steckt“, stellt Julian Kühn bislang zufrieden fest.

Der Saisonstart am 20. September um 15 Uhr am Bunnsackerweg gegen den VfL Fredenbeck II wird zeigen, ob der ATSV vielleicht sogar besser sein kann als der neunte Platz in der vergangenen Saison.

Vorher steigt er aber noch am kommenden Sonnabend in der Hans-Gabrich-Halle in Bremerhaven-Leherheide in der ersten Pokalrunde ein. Gegner ist um 16 Uhr der starke Landesliga-Aufsteiger HSG Schwanewede/Neuenkirchen II.

Sollte der ATSV Habenhausen II dieses Spiel gewinnen, dann kämpft er anschließend um 18.30 Uhr an gleicher Stätte gegen den Sieger der Begegnung TV Gut Heil Spaden (Landesliga) gegen die SG HC Bremen/Hastedt aus der Verbandsliga Nordsee um den Einzug in die zweite Pokalrunde.

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier vom 10.09.15


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