Nov 2015 19

Nach dem Vereinsball kassieren die Habenhauser Oberligahandballerinnen 24:28-Niederlage gegen Garrel

Der Vereinsball ist den Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen überhaupt nicht bekommen. Die Bremerinnen mussten sich schon am nächsten Mittag dem BV Garrel mit 24:28 (15:14) geschlagen geben. Dabei fabrizierten sie eine Woche vor dem Lokalderby in Arsten so viele Fehler wie schon lange nicht mehr. „Normalerweise sind wir körperlich fit und haben keine konditionellen Probleme, aber diesmal hat meine Mannschaft mit zunehmender Spieldauer immer mehr nachgelassen“, sagte die Habenhauser Trainerin Corinna Wannmacher. Allein achtmal spielte ihr Team den Ball unbedrängt direkt in die Arme des Gegners – das zeugte auch von einer stark nachlassenden Konzentration.

Behnken im Zweikampf © Olaf Kowalzik

Anna-Lisa Behnken (hier im Spiel gegen Elsfleth) kassierte mit Habenhausen eine bittere 24:28-Niederlage gegen Garrel. (Olaf Kowalzik)

„Es war eine einzige Katastrophe“, stellte Wannmacher enttäuscht fest. Der Elftplatzierte aus Garrel wusste daraus seinen Vorteil zu ziehen. Während die Gastgeberinnen ob der langen Partynacht ohnehin schon müde waren, spielten die Niedersachsen sie mit langen Ballpassagen noch schläfriger. Im entscheidenden Moment schlug dann die BVG-Torjägerin Alisha Aumann schonungslos zu. Gegen die ATSV-Abwehr 13 Mal, davon fünf Mal vom Siebenmeterpunkt. Im linken Rückraum machte die Garrelerin Tina Deeben gehörig Dampf und legte das Leder dann geschickt auf die Linksaußenposition ab, von der Milena Markus fünf Mal ins Herz der Habenhauser Verteidigung traf.

Über den Anfang konnte sich Corinna Wannmacher noch nicht einmal beklagen. Da Maike Leder krank und nur für den Notfall auf der Bank saß und obendrein auch noch einen Trainingsrückstand aufwies, ging auf Halblinks die etatmäßige Spielmacherin Anna-Lisa Behnken zu Werke. Die nutzte ihre Freiräume vor allem in den ersten Minuten so gut, dass die Gastgeberinnen auf 4:1 davonziehen konnten.

Das war es aber auch schon mit der hohen Habenhauser Handballkunst. Der BV Garrel nutzte die stark nachlassende Leistung des ATSV, um zum 6:6 auszugleichen. Bis zum 15:14 behielten die Gastgeberinnen trotzdem noch haarscharf die Oberhand. Nach dem Seitenwechsel gesellte sich zu einer ohnehin schwachen ATSV-Abwehr noch eine schlechte Angriffsleistung, bei der die rechte Halbposition sämtliche Wünsche offen ließ. Damit kam auch die Rechtsaußen Katharina Kumpf nicht wirklich ins Spiel.

Einzig Christine Köster wagte sich nun noch im ATSV-Angriffsspiel in die Zweikämpfe, wodurch sie elfmal traf. Aber selbst sie ließ noch einige Hochkaräter aus. „Wir haben nicht einmal 50 Prozent unserer Torchancen genutzt“, sagte Corinna Wannmacher. Die Folgen waren an der Anzeigetafel abzulesen. Die Gastgeberinnen fielen nach dem 16:15 auf 16:18 zurück, beim 20:24 wurde es noch klarer. Vier Minuten vor Schluss, beim 24:26, verschenkten die Bremerinnen noch drei Torchancen und warfen den Ball nur neben das Tor krachend an die Hallenwand.

Sonntag Derby gegen Arsten

Am Sonntag müssen die Habenhauserinnen deutlich mehr auf der Hut sein, wenn es um 16.15 Uhr in der Halle an der Egon-Kähler-Straße ins Derby gegen den TuS Komet Arsten geht. „Ich freue mich darauf“, sagt Corinna Wannmacher. „Die beiden Mannschaften sind aber in der Tabelle nicht so weit auseinander. Das wird ein ganz harter Kampf.“ Arstens Trainer Marc Winter beklagt derweil die Ausfälle Nummer sechs und sieben: Seine beiden Rückraumschützinnen Lisa-Marie Jarzembowski und Christin Meyer fallen mit Knieverletzungen aus. Zuvor muss Arsten ohnehin heute aber erst einmal sein Nachholspiel um 20.30 Uhr beim Aufsteiger SG Friedrichsfehn/Petersfehn bestreiten. „Friedrichsfehn ist ein direkter Konkurrent, g

egen den wollen wir unbedingt gewinnen“, betont Marc Winter.

ATSV Habenhausen: Preuß, Newbwern; I. Klün (4/4), Köster (11), Kalkowski (1), Lange (2), Kumpf, Peek (1), Behnken (4), Leder (1), Breitenborn, Konczonrek.

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier vom 19.11.15


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