Nov 2015 23

Lapsien sieht bei Stedingens 24:27 gegen Habenhausen III „Rot“

Die Punkte weg, der Trainer vermutlich für die kommenden Wochen gesperrt: Der Abend verlief für die Landesliga-Handballer der HSG Stedingen alles andere als schön. Anstatt nach ihrem 24:20-Auswärtssieg bei der SG Bremen-Ost zuhause gleich die nächsten Punkte im Abstiegskampf nachzulegen, ging der Klub aus der Wesermarsch gegen den Aufsteiger ATSV Habenhausen III mit 24:27 (15:12) baden.

Vielleicht war es das, das die Sicherun-gen bei Stedingens Trainer Paul-Philipp Lapsien am Ende durchbrennen ließen. 15 Sekunden vor Schluss lieferte er sich ein Wortgefecht mit den Unparteiischen, das zu seinen Ungunsten ausging. Eine Rote Karte mit Bericht ist die bittere Folge, die ihm nun wohl eine Sperre von zwei bis drei Spiele Sperre einbringen dürfte.

„Ich habe die Schiedsrichter nicht beleidigt“, verteidigte sich der Gescholtene, „aber wenn die ihre Entscheidungen 10:90 gegen uns fällen, dann kann ich das nicht so einfach stehen lassen.“ Natürlich wäre es besser gewesen, wenn er seinen Mund gehalten hätte, „mir ist jedoch der Kragen geplatzt“, zeigte sich Lapsien geläutert.

Seine Mannschaft war zumindest eine Halbzeit dabei, sich auf den Weg ins untere Mittelfeld der Tabelle aufzumachen. Mit einer starken Abwehr und einem vor allem vor der Pause glänzend aufgelegten Tobias Kranz im Tor hielt sie den Gegner im Schach, sodass der 13:8-Vorsprung per Siebenmeter von Marius Kock schon recht komfortabel war (23.).

Ole Aumann hatte dabei auf Linksaußen als Vertreter des geschonten Nicolas Nolte eine gute Figur gemacht, bevor er mit Schulterbeschwerden aufgeben musste. Die Aushilfen Bastian Friese und Patrick Tytus peppten die Stedinger Reihen zusätzlich auf. Sören Döhle erwies sich wiederum mit acht Treffern als sehr torhungrig, er hätte allerdings deutlich mehr machen können. Ärgerlich war für den Gastgeber, dass er nach dem 15:10 eine Überzahl nicht nutzte und zweimal freistehend vergab.

„Da hätten wir schon fast alles klarmachen können“, meinte Paul-Philipp Lapsien. Das Gegenteil war der Fall: Habenhausen kam auf drei Tore ran, nach dem 21:20 von Sören Döhle (46.) ließ der Klub aus der Wesermarsch dann vor allem im Angriff kräftig nach. Nach dem 22:22 von Roman Prieb verlor er die Kontrolle über das Spiel, die Punkte und den Trainer.

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier 23.11.15


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