Nov 2015 12

ATSV-Damen schlagen TV Oyten II
Gelungene Rückkehr von Bryana Newbern an ihre alte Wirkungsstätte: Die Torfrau des ATSV Habenhausen war beim 29:23 (14:10)-Auswärtssieg in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen gegen den TV Oyten II der Turm in der Schlacht. Die ATSV-Keeperin war vor allem in den wichtigen Phasen des Spiels nicht zu bezwingen. Damit sicherte sie ihrer Mannschaft die Pluspunkte sieben und acht. „Bryana hat sehr gut gehalten“, so Trainerin Corinna Wannmacher.

Alles andere als gut war der Auftakt der Gäste in die Partie verlaufen. Die Bremer Abwehr hatte zwar gegen die Drittliga-Reserve gut verteidigt, sie hatten das Leder auf dem Weg nach vorne aber auch ebenso schnell wieder verloren. „Da haben wir technisch unsauber gespielt. Das war schon ärgerlich“, rüffelte „Zille“ Wannmacher ihr Team. Die Niedersachsinnen konnten dadurch bis zum 6:6 die Tuchfühlung halten (14.). Danach spielten die Habenhauserinnen vor allem ihre Außenspielerinnen Sabine Peek und Katharina Kumpf überzeugend frei, die diesen Platz zum kräftigen Einnetzen nutzten. Trotzdem hätten die beiden Flügelflitzerinnen fleißig weiter treffen können, sie ließen jedoch noch einige Chancen aus. Daher war der TV Oyten II mit dem Vier-Tore-Pausenrückstand durchaus gut bedient. „Wir hätten wesentlich höher führen müssen“, meinte zumindest Corinna Wannmacher.

Neben der Führung freute sie sich über die Leistung ihrer Linkshänderin Insa Klün, die nach ihrer langen Verletzung zweimal stark aus dem Rückraum traf. Zusammen mit ihren vier Siebenmetern kam sie damit auf sechs Treffer. Ähnliches galt für Christine Köster, die nach einer längeren Abwesenheit wieder im Rückraum wirbelte und fünfmal ins Schwarze traf. Anna-Lisa Behnken konnte sich zwar als einzige Feldspielerin nicht in die Torschützenliste eintragen, dafür riss die Regisseurin jedoch große Lücken in die Oytener 6:0-Abwehr. Außerdem bediente sie Ann-Kathrin Abbes geschickt am Kreis. Die übrigen sieben Feldspielerinnen – Maike Leder fehlte – trafen ins Schwarze, was für eine homogene Habenhauser Teamleistung spricht.

Dass es nach dem 23:17-Vorsprung (42.) beim 23:21 noch einmal eng wurde, lag an der luschigen Spielweise der Gäste. Nach einem Oytener Pfostentreffer fuhren sie die Konzentration endlich wieder hoch und verbuchten dadurch am Ende einen souveränen 29:23-Auswärtssieg. Mit 8:4 Punkten nehmen die Südbremerinnen den sechsten Tabellenplatz ein.

Am Sonntag trifft der ATSV Habenhausen mit dem BV Garrel auf die nächste Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Das Heimspiel gegen den Tabellenelften wird um 13 Uhr in der Hinni-Schwenker-Halle (Bunnsackerweg) angepfiffen.

ATSV Habenhausen: Rüther, Newbern; I. Klün (6/4), Köster (5), Kalkowski (4), Lange (2), Kumpf (6), Peek (3), Behnken, Abbes (3)

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier vom 12.11.15


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