Nov 2015 26

Habenhausen II verliert verdient mit 19:26 beim TuS Haren
Mit der vierten Niederlage in Folge endete der Auswärtsauftritt des ATSV Habenhausen in der Handball-Verbandsliga der Männer. Mit 19:26 (10:16) mussten sich die Bremer beim TuS Haren geschlagen geben.

Dabei gaben bereits die Vorzeichen kaum Grund zu Optimismus, denn mit Patrick Bartsch, Lukas Meier, Nils Wilshusen und Robin Busse fehlten gleich vier Stammkräfte berufsbedingt. Aus den parallel spielenden ersten, dritten und A-Jugendmannschaften war keine Unterstützung möglich, sodass die Bremer lediglich mit acht Feldspielern und einem Torwart anreisten. Trainer Julian Kühn war studienbedingt nicht dabei und wurde von Co-Trainer Florian Wachsmann vertreten.

„Trotz allem sind wir gut ins Spiel gekommen. Über eine gute Deckungsarbeit wollten wir mit Tempospiel schnelle Tore erzielen, um uns bei einem erneuten ohne-Backe-Spiel nicht gegen einen körperlich starken Innenblock aufreiben zu müssen. Das ist uns in den ersten 20 Minuten gut gelungen, anschließend haben wir ein bisschen den Faden verloren. Vor allem der Rechtsaußen traf wie er wollte. Vorne schafften wir es nur noch selten, die Defensive der Harener in Bedrängnis zu bringen. Dann fehlten uns die Alternativen“, analysierte Wachsmann.

Die ersten 20 Minuten der ersten Hälfte gestalteten die Habenhauser ausgeglichen, doch nach dem knappen 9:11-Rückstand ging beim ATSV die Konzentration verloren, sodass Haren zum 16:10-Pausenstand wegziehen konnte. Auch in der zweiten Hälfte konnte der Hebel dann nicht mehr umgelegt werden – Haren setzte sich verdient durch.

Gründe dafür gibt es einige. Einerseits kam die Abwehr vor allem mit dem robusten Harener Kreisläufer und dem zielsicheren Rechtsaußen – jeweils neun Tore – nicht zurecht, andererseits blieben zahlreiche Angriffsbemühungen erfolglos.

Diverse Distanzwürfe scheiterten – was sicherlich auch am Backeverbot in der Harener Halle lag – und auch im Kollektiv gelang es nicht, genügend Druck auf die Abwehr auszuüben, um so Würfe aus der Nahwurfzone herauszuspielen. In der zweiten Halbzeit stand zumindest die Abwehr solide, was die schlechte Torausbeute allerdings nicht wettmachen konnte.

Nach einem spielfreien Wochenende können sich die Habenbauser intensiv auf den Jahresendspurt einstellen, der drei schwere aufeinander folgende Auswärtspartien in Oldenburg, Bützfleth und Langen bringt.

ATSV Habenhausen II: Hamann; von der Heyde (1), Brenning, Besuden (2), Nowakowski (8), Ruthke, Klün (2), Janssen (2), Wilhelms (4).

Von Rainer Jüttner – Weser-Kurier vom 26.11.15


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