Dez 2015 18

Habenhausen.Reichlich Beute machten die Verbandsliga-Handballer des ATSV Habenhausen bei der HSG Bützfleth/Drochtersen. Nicht nur, dass die Mannschaft von Trainer Julian Kühn die Kette der zuletzt unbefriedigenden Auftritte durchbrach und mit dem 30:26 (12:14) beide Punkte entführte – der ATSV nahm auch gleich noch den Kreisläufer der Bützflether mit nach Bremen. Flemming Stüven verlässt seinen Verein aus beruflichen Gründen und wird Habenhausen nach seiner achtwöchigen Sperre verstärken.

Trainer Julian Kühn hatte folglich allen Grund zur Zufriedenheit. „Die zweite Halbzeit war vielleicht die beste, die wir in dieser Saison gespielt haben und natürlich freue ich mich, dass wir mit Flemming einen Kreisläufer mit Oberligaerfahrung für uns begeistern konnten, der sowohl spielerisch als auch menschlich bestens in unser Team passt.“

Gepasst hat auch gegen Bützfleth/Drochtersen vieles. Zum Beispiel der Kampfgeist der Habenhauser. Da weder auf A-Jugendliche, noch auf Aushilfen aus der Drittliga-Vetretung zurückgegriffen werden konnte und mit Jonas Besuden und Robin Busse zwei Spieler fehlten, reiste der ATSV lediglich mit acht Feldspielern und zwei Torhütern ins Alte Land. Doch den Bremern war der Siegeswille von Beginn an anzusehen. „Aufgrund der dünnen Personaldecke hat sich jeder in den Dienst der Mannschaft gestellt und seinen Teil zum Sieg beigetragen“, sagte Kühn.

Bis zum 8:8 war die Partie völlig offen, ehe der ATSV-Angriff erlahmte und Bützfleth mit 14:12 zur Pause vorn lag. In der Abwehr hatten die Habenhauser mit dem schnellen Bützflether Mittelmann Matthias Friedrich zu kämpfen, dem über den kompletten Spielverlauf neun Tore gelangen.

Nach der Pause kamen die Bremer besser ins Spiel. Besonders durch die kompakte und bissige Abwehrarbeit, die zuletzt so oft fehlte, sowie eine konzentrierte Angriffsleistung zog Habenhausen auf 25:19 weg, wobei die Rückraumriege Christian Janssen, Marco Wilhelms und Bjarne Ruthke herausragte. Bützfleth verkürzte noch einmal, was auch an den drei vergebenen Siebenmetern des ATSV lag, doch den verdienten Sieg der Habenhauser konnten die Gastgeber nicht mehr verhindern.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann; Wilhelms (6/1), von der Heyde (1), Brenning (1), Nowakowski (5/2), Ruthke (8), Klün (1), Janssen (7), Meier.

Von Rainer Jüttner – Weser-Kurier vom 17.12.2015


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