Dez 2015 21

Habenhausens Handballer verlieren in Leichlingen respektabel

Der Trost war für Lars Müller-Dormann schwach: Nach der 25:35-Hinspielniederlage hatten sich seine Habenhauser Drittliga-Handballer beim Leichlinger TV allen Respekt verschafft. Trotzdem mussten sie sich dem Tabellendritten am Ende 32:35 (16:18) geschlagen geben.

Die Verhinderung des Abstiegs verkommt damit für den Aufsteiger, der fast abgeschlagen auf dem letzten Rang liegt, immer mehr zur Illusion. Eine Überraschung ist das freilich nicht, auch wenn die 4:28 Punkte deutlich weniger sind als einkalkuliert. Der Aufwärtstrend des ATSV Habenhausen ist aber nicht zu übersehen: Seit Oktober hat er fünf Spiele mit nicht mehr als drei Toren Unterschied verloren. Zuletzt fehlte immer ein Tick Routine oder das Quäntchen Glück.

„Auch im Bergischen Land hätten wir punkten können“, sagte ATSV-Coach Müller-Dormann. Seine Mannschaft hatte den Leichlingern mit einer guten Verteidigung und einem reaktionsschnellen Marius Voß im Tor lange Zeit kräftig Paroli geboten. Aus der sicheren Deckung heraus wurde der Gastgeber mit schnellen Gegentreffern mehrfach leicht überlistet.

Daher war mit dem 16:18-Pausentreffer des Linksaußens Lucas Ole Müller das Ende der Bremer Fahnenstange auch längst noch nicht erreicht. Das Schlusslicht erwischte sogar den besseren Start in die zweite Hälfte und drehte den Spieß mit dem Siebenmetertreffer von Kapitän Björn Wähmann zum 20:19 erstmals um (36.).

Danach herrschte im Bremer Angriff jedoch derart Ebbe, dass er sich angesichts der nachlassenden Kräfte immer mehr Fehler erlaubte und auf 20:24 zurückfiel (40.). Mirco Wähmann gelang eine Viertelstunde vor dem Abpfiff der letzte Ausgleich (25:25), das neuerliche 25:29 holten die Gäste schließlich nicht mehr auf.

ATSV Habenhausen: Voß, Wessels; Helbig (7), Fischer (2), B. Wähmann (3/2), Rudolph, Schäfer (2), Meier (2), Schluroff, M. Wähmann (8/1), Schulat.

Von Olaf Kowalzik – Weser Kurier vom 21.12.2015


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