Dez 2015 21

Die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen kehrten vom Drittliga-Absteiger SFN Vechta mit einer empfindlichen 16:30 (11:18)-Niederlage zurück. Die Bremerinnen kassierten in Vechta einen Konter nach dem anderen, sodass sie nach dem letzten Spiel des Jahres mit einer deftigen Klatsche gen Heimat fuhren.

Das Habenhauser Unheil kündigte sich schon kurz vor dem Anpfiff an. Da den Gästen neben der verletzten Insa Klün auch Dörte Kalkowski fehlte, war auf ihrer Linkshänderposition im rechten Rückraum kräftige Ebbe angesagt. Das sollte sich im Spielaufbau und dem gesamten Spielverlauf stark bemerkbar machen. „Wir waren vorne viel zu harmlos“, kritisierte die ATSV-Trainerin Corinna Wannmacher ihre Offensive, wenn man diese überhaupt so bezeichnen kann.

Verschärfend kam der Ausfall von Bryana Newbern hinzu. Die Torfrau, die während der Hinserie mit guten Leistungen gefiel, spürte nach einem Langpass beim Aufwärmen einen starken Schmerz im Rücken. Da dieser durchgehend anhielt, war an einen Einsatz des Routiniers partout nicht zu denken.

Trotzdem hatte die Niederlage nicht an der Verteidigungslinie der Gäste gelegen, auch wenn das bei 30 Gegentoren wenig nachvollziehbar klingt. „Die Hälfte davon waren ja locker Tempogegenstöße“, erklärte die Habenhauser Trainerin. Ihr Angriff hatte nach dem 3:3 viel zu drucklos und ängstlich agiert. Daher wurde dem Spitzenreiter das Kontergeschenk mit vielen Fehlpässen und Fehlwürfen nicht nur passend geschnürt, sondern auch noch höchstpersönlich auf dem Silbertablett überreicht.

Beim 8:3-Vorsprung lag Vechta bereits aussichtsreich vorn, beim Sieben-Tore-Pausenvorsprung war der Sieg frühzeitig in trockenen Tüchern. Daher konnte es sich der Spitzenreiter leisten, seine Torjägerin Tina Schwarz nach einer Viertelstunde durchgehend zu schonen. „Wir haben aber nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft“, wollte Trainerin Wannmacher ihrem Team den Einsatzwillen aber nicht absprechen.

ATSV: Rüther; Köster (4), Sünkenberg (2/1), Lange (1), Schiege, Kumpf (2), Peek (2), Behnken (3), Leder (2), Abbes.

Von Olaf Kowalzik – Weser Kurier vom 21.12.2015


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