Jan 2016 18

32:27 gegen Spitzenreiter Fredenbeck

Lars Müller-Dormann strahlte wie schon lange nicht mehr. Nicht nur, dass der Trainer des ATSV Habenhausen nach seinem Ski-Urlaub äußerst erholt war, seine Drittliga-Handballer hatten mit dem 32:27 (16:10)-Heimsieg über den VfL Fredenbeck zur zusätzlichen Steigerung seines Wohlbefindens beigetragen. Mit diesem Überraschungssieg brachten die Bremer dem Spitzenreiter die zweite Saisonniederlage bei. „Totgesagte leben länger“, konnte sich Müller-Dormann einen Seitenhieb in Richtung derjenigen nicht verkneifen, die seine Mannschaft bereits abgeschrieben haben. Der Weg zum Klassenerhalt bleibt für den Aufsteiger trotzdem sehr steinig: Mit 6:28 Punkten ist der erste Nichtabstiegsplatz 13 Spieltage vor dem Saisonende sechs Punkte entfernt.

Vor mehr als 300 Zuschauern, darunter etwa die Hälfte aus Fredenbeck, boten die Hausherren dem Ligaprimus einen heißen Tanz. Während die Lärmhoheit auf der Tribüne nicht eindeutig auszumachen war, galt das in sportlicher Hinsicht schon. Da beraubte der ATSV Habenhausen den Spitzenreiter mit seinem schnellen Rückzugsverhalten zum einen der brandgefährlichen Konterstärke und wartete zudem mit einer aggressiven Abwehrarbeit auf. Im Angriff wiederum gab zunächst vor allem der Habenhauser Rückraum den Ton an. Es waren gerade einmal acht Minuten gespielt, da erzielte der Underdog bereits den achten Treffer zur 8:2-Führung. Dieser Vorsprung hatte auch beim Seitenwechsel bestand. „Die erste Hälfte war nahezu perfekt“, schwärmte Lars Müller-Dormann.

Als die Gäste nach der Pause ATSV-Kapitän Björn Wähmann und wechselweise Mirco Wähmann und Yannick Schäfer kurz deckten, stiftete das beim Schlusslicht zunächst leichte Verwirrung. Der bärenstarke Linkshänder Felix Meier war es schließlich, der den ihm gebotenen Platz reichlich nutzte und seine Mannschaft auf Erfolgskurs hielt.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Voß, Wessels; Helbig (1), Fischer (5), B. Wähmann (5), Rudolph, Schäfer (3), Meier (8), Schluroff (1), M. Wähmann (7/2), Schulat, Marien, Müller (2)

Von Olaf Kowalzik – Weser Kurier vom 18.01.2016


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