Feb 2016 01

Niederlage gegen Neusser HV

Lars Müller-Dormann versah die 23:36 (10:17)-Heimniederlage gegen den Neusser HV mit einem Augenzwinkern. „Das Hinspiel hatten wir mit 17 Toren verloren, insofern haben wir uns doch gesteigert“, sagte der Trainer des ATSV Habenhausen in der dritten Handball-Liga.

B. Wähmann im Zweikampf © Olaf Kowalzik

Kamen nur schwer an der Abwehr der Neusser vorbei: Björn Wähmann und seine Mitspieler vom ATSV Habenhausen. (Olaf Kowalzik)

Wer von den Hausherren tatsächlich mehr erwartet hatte, der war nicht nur schief gewickelt, der hatte die Lage schlichtweg verkannt. Na klar hatten die Bremer ihre vorangegangenen beiden Heimspiele gewonnen und dabei auch dem Spitzenreiter VfL Fredenbeck die Leviten gelesen. Aber das war ja quasi auch ein Nordderby gewesen.

Dass der Neusser HV auf dem achten Platz rangierte, verführte da zu allzu vielen Hoffnungen. Unerfüllte, denn die Gäste wollten in der Tabelle eigentlich wesentlich höher hinaus. Sie sind von ihrem Abschneiden sogar derart enttäuscht, dass sie in dieser Saison bereits den zweiten Trainerwechsel hinter sich haben. Außerdem hatten sie sich von ihrem Co-Trainer und einem Linkshänder getrennt.

Der Widerstand der Habenhauser währte daher nicht lang: 22 Minuten stellten sie gegen die Neusser eine solide Deckung, obendrein minimierten sie im Angriff ihre Fehler. Das reichte immerhin, um durch den Treffer des Linkshänders Felix Meier bis zum 10:10 mehr als nur dranzubleiben. Danach liefen die Gäste allmählich warm und zogen bis zum Seitenwechsel auf sieben Treffer davon.

Im zweiten Durchgang hatte der Gastgeber nicht den Hauch einer Chance auf die Wende. „Neuss ist aber auch nicht unsere Kragenweite“, gab „Dodo“ Müller-Dormann zu. Das wurde spätestens dann deutlich, als der Achte weiter auf 25:13 davonzog (37.). Am Ende fiel die Bremer Niederlage einen Tick zu hoch aus.

Elf Spieltage vor dem Saisonende entfernt sich das Schlusslicht immer mehr von einem Nichtabstiegsplatz. Der Rückstand auf den rettenden 13. Rang beträgt mittlerweile neun Punkte.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Voß; Helbig (1), Fischer (2), B. Wähmann (6/5), Rudolph, Schäfer (3), Meier (1), Schluroff (2), M. Wähmann (2), Schulat (3), Ostermann, Marien (1), Müller (2)

Von Olaf Kowalzik – Weser Kurier vom 01.02.2016

 


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