Feb 2016 29

Habenhausen muss sich Stade aber doch noch mit 21:23 beugen
Klasse verkauft und anschließend einen schönen Mannschaftsabend gehabt: Die 21:23 (11:11)-Niederlage des ATSV Habenhausen in der Handball-Oberliga beim VfL Stade lässt sich auf einen kurzen Nenner bringen. Die Bremerinnen boten dem Titelkandidaten selbst mit einer dezimierten Formation eine starke Gegenwehr. Damit hätten sie sich beim Tabellenzweiten eigentlich auch einen Punkt verdient gehabt. „Dazu fehlte uns aber im Angriff das nötige Quäntchen Glück“, sagte ATSV-Trainerin Corinna Wannmacher fest.

Meckern konnte und wollte sie trotzdem nicht. Ihre Mannschaft präsentierte sich beim Ex-Drittligisten vor allem in der Abwehr stark, in der Maike Leder die frühere Nationalspielerin Melanie Schliecker (1 Tor) klasse in den Schatten stellte. Katharina Kumpf minimierte wiederum die Kreise der torhungrigen VfL-Linksaußen Katharina Kahl auf vier Treffer. Auch sonst stellte der ATSV Habenhausen in Zusammenarbeit mit der gut aufgelegten Bryana Newbern im Tor eine Verteidigung auf die Beine, die sich gewaschen hatte.

Im Angriff brachten die Gäste wiederum kleine Veränderungen nach dem 3:7 in Schwung. Denn als Sabine Peek auf die Offensivmitte ging und das Angriffsspiel ihres Teams richtig ankurbelte, holte Habenhausen bis zur Pause Tor um Tor auf. Am Kreis war Christine Köster ein ständiger Unruheherd: Neben vier eigenen Feldtoren holte sie auch zwei Siebenmeter heraus. Umso ärgerlicher war es für die Gäste, dass sich bei ihnen nach dem Seitenwechsel Dörte Kalkowski am Knie verletzte. Nicht zuletzt dadurch entwickelte sich beim ATSV eine Flaute, die zum 15:20-Rückstand führte. Es war der Knackpunkt des Spiels, denn näher als bis auf zwei Tore kam Habenhausen nicht mehr an den Aufstiegsaspiranten heran.

ATSV Habenhausen: Rüther, Newbern; Köster (5/1), Kalkowski (3/1), Lange (2), Kumpf (5), Peek (4), Behnken, Leder, Abbes (2).

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier 29.02.2016


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