Feb 2016 15

ATSV wehrt sich, unterliegt dem neuen Spitzenreiter aber 31:38
Der neue Drittliga-Spitzenreiter HSG Krefeld hat sich bei den Handballern des ATSV Habenhausen lange strecken müssen, um zum 38:31 (15:19)-Erfolg zu kommen. Die 17. Saisonniederlage des Aufsteigers war durch die Rote Karte für Björn Wähmann besiegelt worden. „Das hat uns einen Knacks versetzt“, sagte Habenhausens Trainer Lars Müller-Dormann. Der ATSV-Kapitän soll seinem Gegenspieler beim 19:21-Rückstand einen Hieb versetzt haben – nach nur 35 Minuten musste er vom Platz.

Die Hausherren ließen sich dennoch nicht so leicht abschütteln. Bis zum 24:26 des auffällig spielenden Janik Schluroff blieben sie weiter dran. Erst danach fielen sie auf 24:28 zurück – und das ATSV-Schicksal nahm seinen Lauf. „Krefeld war körperlich stärker und cleverer als wir“, meinte Müller-Dormann. Er spielte damit auf die Situationen an, in denen die Rheinländer auch schon mal flotter am Boden lagen als sein Team. „Für so etwas sind wir einfach zu lieb und zu brav“, stellte der ATSV-Coach fest.

Als der Gastgeber nach dem 25:28 von Mattes Helbig eine HSG-Zeitstrafe nicht nutzte, sondern das 25:29 und kurz darauf auch noch die Gegentreffer zum 25:31 kassierte, war das Spiel entschieden. „Unter dem Strich haben wir uns anständig verkauft“, bilanzierte Lars Müller-Dormann. Die Niederlage war für seinen Geschmack jedoch „um einige Tore zu hoch ausgefallen“.

Inzwischen steht auch der erste Abgang beim ATSV Habenhausen zum Saisonende fest: Der Oberligist TV Cloppenburg verkündete den Rückraumschützen Mark Schulat als kommenden Neuzugang.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Voß, Wessels; Helbig (1), Fischer (3), B. Wähmann (3), Rudolph (1), Schäfer (5), Meier (2), Schluroff (5), M. Wähmann (10/1), Schulat, Marien (1/1), Müller

Von Olaf Kowalzik – Weser Kurier 15.02.2016


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