Mrz 2016 17

Der Grippevirus hat die Handballerinnen des ATSV Habenhausen in der Oberliga Nordsee niedergestreckt. Die Bremerinnen waren beim BV Garrel mit nur drei gesunden Feldspielerinnen angetreten, sodass sie beim Tabellenachten mit 23:24 (9:13) hauchdünn verloren.

Beim 17:23-Rückstand war es um die völlig entkräfteten Gäste schlecht bestellt. Als die Habenhauser Trainerin Corinna Wannmacher beim 21:24-Rückstand dem Garreler Dreh- und Angelpunkt, Alisha Aumann, fünf Minuten vor dem Anpfiff eine Sonderbewachung verpasste, wackelten die Niedersachsen in ihren Grundfesten. Sabine Peek warf ihre Farben per Doppelschlag auf 22:24 heran, Anna-Lisa Behnken ließ nur noch den 23:24-Anschluss folgen. Dem ATSV Habenhausen blieb da nur der schwache Trost, den Niedersachsen trotz aller Widrigkeiten eine entsprechend heftige Gegenwehr geliefert zu haben. Die sechste Auswärtsniederlage in Folge konnten sie damit aber nicht verhindern. „Vielleicht hätte ich der siebenfachen Torschützin einen Tick früher eine Sonderbewachung verpassen müssen“, sagte Wannmacher selbstkritisch. Unterm Strich hatten die Gäste allerdings auch zu viele Hochkaräter vor dem Gehäuse der drittligaerfahrenen Garreler Torfrau Steffi Aumann vergeben. Und das war der entscheidende Knackpunkt der Partie. Verübeln kann man das den Bremerinnen nicht, bei denen sich einige Spielerinnen direkt vom Krankenbett heraus zum letzten Einsatz vor der Osterpause aufgerafft hatten. „Die haben sich gleich nach dem Spiel wieder mit einem heißen Tee und einer Wärmflasche ins Bett begeben“, sagte Wannmacher.

Dörte Kalkowski konnte dabei sogar nur zu Siebenmetern antreten, zu mehr reichte ihre Verfassung nicht. Die Rechtsaußen Katharina Kumpf hütete eine Woche das Bett und musste trotzdem durchspielen. Völlig anders wer es bei der etatmäßigen Rückraumspielerin Maike Leder: Sie musste auf Linksaußen aushelfen und machte ihre Sache dort recht gut. Tendenz aufsteigend. Anna-Lisa Behnken übernahm im Angriff Verantwortung. Sie sorgte für den nötigen Druck auf die Garreler Deckung. Obendrein traf sie einige Male sehenswert ins Schwarze und avancierte damit zur besten Habenhauser Torschützin. Mit der Verteidigung war Corinna Wannmacher ohnehin zufrieden. Hier war wiederum Bryana Newbern mit einigen sehenswerten Paraden zwischen den Pfosten eine wichtige Bank.

Trotz der Niederlage gehen die Südbremerinnen mit 22:18 Punkten als Tabellenfünfter in die Osterpause. Danach steht das brisante Nachbarschaftsderby gegen den TuS Komet Arsten auf dem Programm.

ATSV Habenhausen: Rüther, Newbern; Kalkowski (2/2), Lange (2), Kumpf (1), Peek (5), Behnken (6), Leder (3), Abbes (2), Sell (2).

Von Rainer Jüttner – Weser-Kurier 17.03.2016


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