Mrz 2016 10

Die Partie war hitzig, aber die Verbandsliga-Handballer des ATSV Habenhausen II waren „gallig genug“, wie es Trainer Julian Kühn ausdrückte, um sich auch von den zahlreichen Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Mit 34:26 (18:11)siegten die Bremer gegen den TuS Rotenburg und revanchierten sich für die deutliche 18:31-Pleite im Hinspiel. Dabei erhielten die Habenhauser mit Yannick Schäfer und Lukas Müller aus der Drittliga-Mannschaft Verstärkung für die linke Außenseite sowie den gesamten Rückraum. „Bis auf fünf Minuten vor der Pause und zehn Minuten nach der Pause können wir mit dieser Leistung sehr zufrieden sein“, sagte Kühn.

 

Bis zum 10:10 konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Anschließend stand die Abwehr des ATSV immer stabiler, sodass zahlreiche Angriffsversuche der Rotenburger erfolgreiche verhindert werden konnten, sodass zur Halbzeit eine 18:11-Führung zu Buche stand. „Wir haben dem Gegner in den ersten 20 Minuten den Schneid abkaufen können. Die Abwehr hat beherzt zugepackt und wir kamen immer wieder gut in die Gegenstöße“, sagte Kühn. Wären die letzten fünf Minuten vor der Pause konsequent weitergespielt worden, wäre auch eine noch höhere Führung nicht unverdient gewesen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte agierte Habenhausen ebenfalls etwas nachlässig, sodass sich Rotenburg bis auf 16:20 herankämpfen konnte. In der Trainingswoche hatte sich der ATSV intensiv auf die offensive und bissige 3:2:1-Abwehr des TuS Rotenburg eingestellt, sodass im Angriff oftmals gute Chancen herausgespielt werden konnten. Die eigene Abwehr stand größtenteils weiter sehr sicher, einzig dem Rotenburger Linksaußen gelangen immer wieder sehenswerte Treffer. Die neun Zeitstrafen, die die Unparteiischen pro Seite verteilten, spiegeln den kampfbetonten Charakter des Spiels wieder. Es wurden wichtige Punkte gewonnen und Selbstvertrauen für die beiden schweren Auswärtspartien in Marienhafe und Nordhorn gesammelt.

Von Rainer Jüttner – Weser-Kurier 10.03.2016


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