Mrz 2016 17

Die Verbandsliga-Handballer des ATSV Habenhausen II setzten sich in einem hitzigen Spiel und nach einer chaotischen Endphase mit 27:24 (15:15) bei Tura Marienhafe durch. Dadurch überholte der ATSV den TvdH Oldenburg in der Tabelle und schob sich mit nun 18:18 Punkten auf den achten Tabellenplatz vor. Trainer Julian Kühn war zufrieden: „Spielerisch glänzen konnte man in diesem Spiel nicht. Wir haben kämpferisch überzeugt, waren selbstbewusster und haben deshalb verdient gewonnen. Die Entscheidungen der Schiedsrichter waren auf beiden Seiten kaum nachzuvollziehen. So wurde das Spiel unberechenbar.“

Habenhauser führte nach schnellen Tore zunächst mit 5:3. Anschließend kam der Gastgeber besser ins Spiel. Dem ATSV gelangen in erster Linie schnelle Tore aus dem Gegenstoß, oder sie schlossen erfolgreich über ihren Kreisläufer Flemming Stüven ab, der mit sieben Toren die meisten Treffer erzielte. Die linke Angriffsseite um Martin Nowakowski und Bjarne Ruthke erwischte einen gebrauchten Tag; es wurden ungewohnt viele technische Fehler gemacht. Dafür sprangen auf der rechten Angriffsseite Christian Janssen und Bastian Klün in die Bresche.

In der zweiten Halbzeit setzte sich der Gastgeber auf 20:16 ab, doch dann erregte ein Foul an Flemming Stüven, das anschließend vom Schiedsrichtergespann mit einer roten Karte bestraft wurde, die Gemüter des Trainers aus Marienhafe derart, dass dieser auch mit der roten Karte auf die Tribüne geschickt wurde. Einem weiterer Spieler, der aufgrund von einer Verletzung nur als Betreuer auf dem Spielbericht stand, ereilte das gleiche Schicksal, sodass nur noch zwei Marienhafer-Feldspieler vorhanden waren. Kurioserweise konnte diese vierfachte Überzahl nur zu einem Torerfolg genutzt werden. 25:24 führte der ATSV nach 59:25 Minuten. Kühn nahm eine Auszeit, im Anschluss traf Christian Janssen vorentscheidend zum 26:24 und wurde von seinem Trainer gelobt: „Er war zum Schluss unser Matchwinner. Mit seinen mutigen 1:1-Aktionen hat er die entscheidenden Tore herausgeholt.“

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann; Wilhelms (6/2), Brenning, Nowakowski (3), Janssen (5), Klün (3), Stüven (7), Ruthke (2), Besuden, Meier (1).

Von Rainer Jüttner – Weser-Kurier 17.03.2016


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