Apr 2016 18

Auswärtsspiele stehen bei den Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen offenbar nicht mehr hoch im Kurs. Die Bremerinnen verloren mit dem 21:30 (13:12) beim Aufsteiger SV Vorwärts Nordhorn schon ihr siebtes Gastspiel in Folge. Damit warten sie in der Fremde seit dem 1. Dezember des vergangenen Jahres auf einen zählbaren Erfolg.

Der belebende Spaziergang vor der Partie durch Bentheim taugte bei den Gästen nicht als Fingerzeig. Sie waren im großen Mannschaftsbus an die niederländische Grenze gereist, womit der Grundstein für eine kurzweilige Rückfahrt eigentlich gelegt war. Der Rest wäre nur noch eine reine Formsache gewesen, wenn der Fünftplatzierte seiner Favoritenrolle beim stark abstiegsgefährdeten Drittletzten gerecht geworden wäre.

Zunächst verlief noch alles nach Plan, als die Gäste über 2:0 und 10:7 rasant loslegten. Alles schien darauf hinauszulaufen, dass der ATSV den Niedersachsen nach dem 32:20-Hinspielerfolg zum zweiten Mal klar einen einschenken würde. „Wir haben zu viele hochkarätige Chancen liegen gelassen, um schon zur Pause für Klarheit zu sorgen“, missbilligte die Habenhauser Trainerin Corinna Wannmacher die fahrlässige Torausbeute ihres Teams. Acht so genannte Hundertprozentige hatten die Weiß-Blauen bereits in den ersten 30 Spielminuten völlig frei durch ausgelassen, womit sie einen deutlich höheren Vorsprung verpassten. Zwei schusselige Fehler führten außerdem dafür, dass die Gastgeberinnen den 10:13-Rückstand bis zum Seitenwechsel auf ein Tor reduzieren konnten.

Nach dem Wiederanpfiff traf der ATSV Habenhausen eine knappe Viertelstunde das gegnerische Tor überhaupt nicht mehr und fiel auf 13:19 zurück. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Angeführt von der kämpferisch alles gebenden Sabine Peek verkürzten die Bremerinnen auf 19:23, der Funke wollte jedoch vom agilen Blondschopf nicht auf alle ihre Mitspielerinnen überspringen. Sie ließen die Köpfe völlig unnötig hängen und verloren daher verdient. „Das hätte nicht sein müssen“, betonte Wannmacher, deren Team auch noch vier Siebenmeter ausgelassen hatte. Da ihr Kader diesmal jedoch recht klein war, konnte sie von der Bank aus keine neuen, entscheidenden Impulse mehr ins Spiel bringen.

ATSV Habenhausen: Newbern; Kalkowski (3), Lange (3), Kumpf (2), Peek (6), Behnken (6/1), Konschonrek, Leder (1/1).

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier 18.04.2016


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