Mai 2016 09
Habenhausen unterliegt Vechta 13:23
Die 3:2:1-Abwehr des ATSV Habenhausen funktioniert immer noch. Die hatte die ATSV-Trainerin Corinna Wannmacher nach Monaten in der Versenkung extra noch einmal herausgekramt, um im letzten Heimspiel der Handball-Oberliga die starke gegnerische Kreisläuferin Mette Müller in den Griff zu bekommen. Das ist den Bremerinnen zwar gelungen, dennoch konnten sie den Meisterschaftsambitionen der SFN Vechta keinen Dämpfer verpassen. Der ATSV zog sich gegen den Tabellenzweiten beim 13:23 (6:12) aber immerhin gut aus der Affäre und wird die Saison vermutlich auf dem fünften Rang beenden.

Für ihn steht zwar noch ein Spiel beim VfL Oldenburg III aus, da die Bremerinnen jedoch zwei Punkte und 17 Tore Vorsprung auf den Verfolger Esflether TB aufweisen, wird ihnen der fünfte Platz wohl nicht mehr zu nehmen sein. Zumal sich auch die Huntestädterinnen in sicheren Gefilden befinden und den Saisonausklang gegen Habenhausen locker angehen können.

Mit Blumen und einem Bild wurde Corinna Wannmacher vor heimischem Publikum verabschiedet. Sie gibt den Trainerposten nach Saisonende an Marcel Klische weiter. Mit ihr gehen auch die beiden Torfrauen Meike Rüther und Bryana Newbern. Rüther will die Handballschuhe nun endgültig ausziehen, nachdem sie dem ATSV zuliebe vor zwei Jahren ein Comeback gestartet hatte. „Bry“ Newbern zieht es dagegen im Sommer nach Alabama, wo sie den Sprung in die amerikanische Nationalmannschaft anstrebt.

Bis zum 6:8 zogen sich die Gastgeberinnen gegen den heißen Aufstiegsanwärter prächtig aus der Affäre, bevor sie in den letzten sechs Spielminuten vor der Pause klar auf 6:12 zurück fielen. Das Hauptmanko der Weiß-Blauen blieb dabei in der gesamten Partie, dass sie ihre Torchancen zwar gut herausspielten, diese aber nicht nutzten. „23 Gegentore gegen Vechta sind völlig in Ordnung“, sagte Wannmacher. „Wir waren im Angriff zu harmlos.“ Dafür konnte sie über die kämpferische Einstellung ihrer Mannschaft, insbesondere in der Abwehr, überhaupt nicht meckern. Am Ende störte das Ergebnis sowieso niemanden mehr, denn danach stand die große Saisonabschlussfeier der Habenhauser Handballabteilung an. Dass ihre Saison noch einen Spieltag dauert, war da nebensächlich.

ATSV Habenhausen: Newbern, Rüther; Köster (3), Kalkowski (5/5), Lange (1), Peek (2), Behnken (1), Abbes (1), Konconrek, Sell, Buschmann, Brandt, Rother.

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier 09.05.2016


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