Mai 2016 19

Habenhausen zum Abschluss 18:25
Punktlandung bei den Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen. Den fünften Platz hatten die Bremerinnen in der Saison angepeilt, der ist es nach der finalen 18:25 (7:11)-Niederlage beim VfL Oldenburg III auch geworden. Also rundum zufriedene Gesichter bei den Weiß-Blauen? Nur bedingt, denn es hätte bei ihnen mehr sein können, ja vielleicht sogar müssen als die errungenen 26:26 Zähler. „Wir hätten auch unser Geheimziel, den dritten Platz, erreichen können“, rechnete die scheidende ATSV-Trainerin Corinna Wannmacher nach. Aber dazu hätte ihre Mannschaft eine bessere Angriffsleistung auf die Platte bringen müssen.

Die Abteilung „Attacke“ war bei den Südbremerinnen nämlich das A und O der Rückrunde gewesen. Gefühlt hatte der nach dem frühzeitig bekanntgegebenen Abschied ihrer Trainerin die Konstanz und die Klasse gefehlt. Da war auf einmal der nötige Druck und der Wille, in der Offensive die Verantwortung zu übernehmen, zu sparsam vorhanden. In drei der letzten vier Spiele erreichte ihr Team nicht einmal mehr die 20-Tore-Grenze. Nicht umsonst stellen die Weiß-Blauen den zweitschlechtesten Angriff der gesamten Liga. Sie können das trotzdem gut verkraften, da ihre Verteidigung bestens funktionierte.

Bei der verstärkten A-Jugend aus Oldenburg – neun Spielerinnen waren jünger als 19 Jahre – erwischten die Bremerinnen mit 4:1 einen ausgezeichneten Start. Danach bekamen sie mit dem extrem klebrigen Ball derart heftige Probleme, dass Wannmacher ihren Spielerinnen sogar die Handgelenkspässe verbieten musste, da diese oft beim Gegner landeten. Auch die übrigen ATSV-Fehlpässe nutzten die Niedersachsen zu ihrem Vorteil, sodass sie den Spieß zur Pause zum 11:7 drehten. Nach dem Seitenwechsel war der Drops beim 11:18-Zwischenstand endgültig gelutscht.

Der einzige richtige Lichtblick im Habenhauser Spiel war Sabine Peek, die sich nicht nur wegen ihrer sieben Tore in ausgezeichneter Verfassung präsentierte. Jetzt steht bei den Weiß-Blauen am 27. Mai nur noch die Abschlussfahrt an. Wohin es gehen wird, bleibt geheim. Das wissen nur Bryana Newbern und Dörte Kalkowski, die diese Reise organisieren.

ATSV Habenhausen: Rüther, Newbern; Köster (3/1), Kalkowski (2), Lange (2), Kumpf (2), Peek (7), Behnken, Abbes (1), Konconrek, Sell (1).

Von Olaf Kowalzik – Weser-Kurier 19.05.16


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