Sep 2016 12
 Konterfalle bringt 23:28 in Oyten
Bremen. Der Fehlstart ist für die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen nach der 23:28 (10:13)-Niederlage beim TV Oyten II perfekt. Dabei konnte ATSV-Trainer Marcel Klische über weite Strecken eine Steigerung seiner Mannschaft gegenüber der Auftaktpartie gegen Phoenix sehen. Vor allem die 3:2:1-Deckung der Gäste stand sicher. Zudem hatte auch Juliana Bohlen, die dieses Mal alleine das ATSV-Tor hütetet, einen guten Tag erwischt.

Bis zum 7:7 (16.) durch Habenhausens Katherina Kumpf war es ein Spiel auf Augenhöhe. Dann konnten die Gastgeberinnen, die mit zahlreichen höherklassig erfahrenen Routiniers gespickt waren, sich einen leichten Vorteil erarbeiten. Oyten lag nun immer mit einem Tor vorn.

Aber der Gast ließ sich nicht abschütteln, kämpfte weiter und blieb bis zum 10:11 (25.) durch Kim-Anna Heidorn auf Tuchfühlung. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit konnte sich der TVO zu Pause auf 13:10 absetzen. Die Halbzeitpause tat den Klische-Frauen aber nicht gut. Zunächst verwarf Maike Leder einen Siebenmeter. Dann schlossen ihre Mitspielerinnen viel zu überhastet ab. Die Gastgeberinnen nutzten diesen Umstand und zogen über Konter, vor allem durch die drittligaerfahrene Katharina Steinsträhter (früher Kruse) auf 17:10 (37) davon. Aber die Klische-Schützlinge steckten nicht auf, kämpften weiter und ließen den Abstand zu den Blau-Roten nicht größer werden. Als Jana Sell mit einem Doppelschlag noch einmal auf 17:22 (48.) verkürzen konnte, keimte noch einmal Hoffnung auf.

Aber die Hausherrinnen ließen sich nicht die Butter vom Brot nehmen und zogen ihrerseits die Zügel wieder an und zogen auf 26:18 (54.) davon. Damit bog der ATSV endgültig auf die Verliererstraße ein, auch wenn der TVO nun einen Gang zurückschaltete und munter durchwechselte. Dem ATSV gelang in den letzten Minuten nur noch Ergebniskosmetik. Sabine Peek, Heidorn und Anna-Lena Behnken sorgten mit drei Treffern in den Schlussminuten dafür, dass die Niederlage nicht zu deftig ausfiel. „Wir haben in der Abwehr nicht schlecht gestanden, aber wir hätten länger den Ball halten müssen. Durch die überhasteten Abschlüsse vor des Gegners Tor sind wir in die Konterfalle gelaufen“, bilanzierte der junge B-Lizenz-Inhaber.

Nach den beiden Auftaktniederlagen hofft Klische, dass seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Ob das aber bereits im nächsten Heimspiel gegen den Ligaprimus VfL Stade ist, dürfte fraglich sein. Aber nach Stade folgen Gegner auf Augenhöhe. Dann dürfte die Saison auf für den ATSV endlich beginnen.

ATSV: Bohlen; True, Lange, Kumpf (1), Peek (3/2), Brandt (1), Behnken (2), Heidorn (3), Schiege, Leder (8), Abbes (1), Sell (4).

Von Gunnar Schäfer- Weser Kurier vom 12.09.2016

 

 


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