Nov 2016 07

ATSV: Karametovic hält 24:23 fest

Bremen. Aufatmen in Habenhausen. Erstmals gingen die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen nach dem 24:23 (11:12)-Erfolg über den drittplatzierten BV Garrel in dieser Saison als Sieger vom Platz. Dabei hing der doppelte Punktgewinn bis zum Ende am seidenen Faden. Nach dem 24:21 (57.) durch Ann-Kathrin Abbes gelang dem ATSV bis zum Spielschluss kein Tor mehr. Garrel kam aber auf 23:24 (59.) heran. Auch in der verbleibenden Zeit kam der Gast noch zwei Mal zum Abschluss. Der erste Ball konnte Habenhausens Torfrau Denzia Karametovic entschärfen. Aber die Oldenburger Münsterländerinnen erhielten rund zwanzig Sekunden vor dem Ende noch eine Chance. Aber der Wurf flog am ATSV-Gehäuse vorbei.

Damit blieb es beim knappen Erfolg für die Mannschaft von ATSV-Trainer Marcel Klische, der unter der Woche sein Lehrerexamen bestanden hatte und dafür von seiner Mannschaft nun mit dem ersten Sieg belohnt wurde. „Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich bin sehr stolz auf meine Mädels, dass wir den ersten Sieg eingefahren haben“, erklärte ein erleichterter Klische. Von Anfang an lieferten die Südbremerinnen den Gästen einen großen Kampf. Zwar war die Anfangsphase des Spiels hart umkämpft. Mit zunehmender Spielzeit konnten sich die ­favorisierten Gäste bis auf 10:6 (19.) ab­setzten Aber die Blauen steckten nicht auf und kamen bis zum Halbzeitpfiff auf 11:12 heran.

1.Damen

Foto: Nils Conrad

In der Pause stellte Klische noch einmal seine 3:2:1-Abwehr neu ein. Aufbauend auf ihre Defensive mit einer überragen agierenden Sabine Peek auf der vorgezogenen Position, wendeten die Habenhauserinnen nach dem Wiederanpfiff das Spiel. Die Klische-Sieben übernahm nun das Kommando und glich durch Katharina Kumpf erstmals seit der Anfangsphase wieder zum 14:14 (37.) aus. In den nächsten Minuten konnte der Tabellenvorletzte immer wieder vorlegen. Aber Garrel konnte noch nicht abgeschüttelt werden. In einer kleinen Schwächephase gelang den Gästen die letzte eigene 18:17-Führung (46.).

Davon ließen sich die Bremerinnen aber nicht schocken und legten ihrerseits wieder eine Schippe drauf. Als Jana Sell das 23:19 (52.) erzielte, schien der erste Sieg nahezu in trockenen Tüchern zu sein. Aber in der Schlussphase bekamen die Klische-Frauen anscheinend Angst vor der eigenen Courage, agierten zu nervös und ließen den Gast wieder herankommen. Letztendlich blieben aber die ersten beiden Punkte in Habenhausen. „Endlich einmal ist unser Kampf belohnt worden. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist“, sagte Klische. Nun will seine Mannschaft am nächsten Wochenende in Elsfleth nachlegen, um Anschluss an das untere Mittelfeld zu finden.

ATSV: Bohlen, Karametovic – True (1), I. Klün, Köster (7/6), Lange (2), Kumpf (1), Peek (3), Behnken, Rave (3), Schiege (1), Leder, Abbes (3), Sell (3)

Weser-Kurier 07.11.16 von Gunnar Schäfer


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