Nov 2016 10

Handball atsv habenhausen Marcel Fischer © Gunnar Schäfer

Habenhausens Marcel Fischer (Mitte) sorgte am Kreis für Unruhe. (Gunnar Schäfer)

Habenhausens Marcel Fischer (Mitte) sorgte am Kreis für Unruhe. (Gunnar Schäfer)

Im Vorfeld der Partie plagten den ATSV große Personalsorgen, denn Ulf Grädtke konnte wegen Schulterproblemen nicht eingesetzt werden. Auch Nachwuchshoffnung Miro Schluroff weilte mit der Bremer Auswahl beim HVN-Pokalturnier in Springe. Müller-Dormann griff deshalb auf Fleming Stüve und Bjarne Ruthke aus der spielfreien Verbandsliga-Reserve zurück. Allerdings wurden die Sorgenfalten des ATSV-Coaches kurz nach Spielbeginn noch größer.

Die Gäste versuchten, den Südbremern von Anfang an mit Härte den Schneid abzukaufen. Bereits nach rund fünf Minuten musste Janik Schluroff mit einer Platzwunde das Feld verlassen und konnte fortan nicht mehr mitwirken. Seine Verletzung musste im Krankenhaus genäht werden. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2-Unentschieden. Erst mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Gastgeber langsam absetzten. Nach dem 3:3 (8.) agierten die Habenhauser sehr konzentriert in der Defensive und blieben fast zehn Minuten ohne Gegentor. Im Angriff hingegen sorgten die Hausherren vor allem über die Außenpositionen für die zwischenzeitliche 9:3-Führung (18.). Selbst eine Unterzahlsituation konnte die Blauen nicht stoppen. Zudem war Marcel Fischer am Kreis ein ewiger Unruheherd.

Danach verlief die Partie allerdings wieder ausgeglichen. Trotzdem konnte der ATSV mit einer 14:8-Führung in die Halbzeit gehen. Dort stellten Müller-Dormann und sein Co-Trainer Marc Winter die Mannschaft noch einmal neu ein. Allerdings nahm die Härte nach Wiederanpfiff noch einmal zu. Auch Habenhausen hielt dagegen. Während der Gast vier Strafminuten aufgebrummt bekam, mussten die Hausherren für acht Minuten auf die Strafbank. Für ATSV-Rückraumspieler Mattes Helbig war die Partie nach neununddreißig Minuten beendet, als er nach der dritten Zeitstrafe den roten Karton sah.

Handball gespielt wurde allerdings in der zweiten Halbzeit auch. Vor allem der ATSV brillierte und konnte seine Führung von 15:8 (32.) durch einen erfolgreichen Siebenmeter von Björn Wähmann, über 24:15 (47.) durch gut aufgelegten ATSV-Linksaußen Lukas Ole Müller, auf 27:17 (53.) ebenfalls durch Müller vorentscheidend ausbauen. Als der Drops gelutscht war, schaltete der ATSV einen Gang zurück, sodass Edewecht noch Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Der Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr. Auch, wenn dem VfL in den letzten Minuten noch sechs Tore in Folge gelangen. „Meine Mannschaft hat verdient gewonnen. Sie hat sich von der harten Gangart des Gegners nicht aus dem Konzept bringen lassen“, erklärte Müller-Dormann. Am nächsten Wochenende muss der Tabellenzweite zum Derby in die „Heide-Hölle“ der HSG Schwanewede/Neuenkirchen reisen.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Voss – Helbig, M. Fischer (5), B. Wähmann (6/4),
F. Meier (2), Grädtke, J. Schluroff (1), M. Wähmann (4), Stüven, Cagliani, Müller (8), Ruthke (1).

Von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am 10.11.2016 im Weser Kurier


Impressum | Powered by Testroom