Nov 2016 24
Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen verlieren 18:21
Bremen. Auch nach dem Heimspiel gegen die HSG Wilhelmshaven stehen die Oberliga-Handballerinnen des ATSV Habenhausen mit leeren Händen da. Zwei Faktoren haben zu der erneut unnötigen 18:21 (9:9)-Niederlage geführt: zum einen die schwache Wurfausbeute der Mannschaft von ATSV-Trainer Marcel Klische. Die Gastgeberinnen haben insgesamt drei Strafwürfe und fünf freie Bälle ungenutzt liegen gelassen. Zum anderen erneut eine doppelte Unterzahl in der wichtigen Schlussphase. Nacheinander mussten erst Maike Leder und Christine Köster auf die Strafbank, sodass die Gäste fast eine Minute in einer 6:4-Überzahl agieren konnten. Zwar verteidigte die ATSV-Equipe dieses Manko hervorragend, konnte aber den Rückstand nicht wettmachen.

Handball Frauen Oberliga Nordsee © FOCKE STRANGMANN

Die Habenhauser Handballerinnen stemmten sich vehement gegen die Niederlage, konnten sie aber nicht verhindern. (FOCKE STRANGMANN)

Dabei konnte das Kellerkind die Partie gegen den Zweitplatzierten lange Zeit offen gestalten. Vor allem die 3:2:1-Deckung der ATSV-Frauen mit einer erneut gut aufgelegten Deniza Karametovic dahinter im ATSV-Tor leistete erneut gute Arbeit. Aber im Angriff lief nicht viel bei der Heim-Sieben zusammen. Zwar hielt die 1:0-Führung (3.) durch Leder fast vier Minuten lang, aber in dieser Phase konnten die Weiß-Blauen sich nicht absetzten, sodass erst einmal die Gäste bis zum 3:2 (9.) das Kommando übernahmen. Dann folgte die beste Phase des ATSV. Leder und Bente Rave schafften mit ihren Toren eine 7:5-Führung für die Klische-Sieben (17.). Aber Wilhelmshaven konnte wieder ausgleichen.

Doppelte Unterzahl

In der Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich eine intensive Partie, in der die ATSV-Equipe immer vorlegen konnte, aber den Jadestädterinnen immer wieder der Ausgleich gelang. Das führte auch zum 9:9-Halbzeitstand. Habenhausen kam gut aus der Halbzeit und übernahm gleich das Kommando und ging durch Jasmin True mit 14:11 (38.) in Führung. Leider konnten die Klische-Frauen das Spielniveau nicht halten und Wilhelmshaven kam wieder zum 15:15-Ausgleich (44.). Habenhausen konnte nun den Schalter nicht mehr umlegen, geriet in Rückstand und musste nach der erneut doppelten Zeitstrafe endgültig die Segel streichen. „Meine Mannschaft hat über weite Strecken des Spiels eine tolle Leistung gezeigt. Leider konnten wir erneut nichts Zählbares verbuchen“, sagte Klische. In der nächsten Woche beim neuen Tabellenletzten Bützfleth ist sein Team aber zum Siegen verdammt.

ATSV: Karametovic, Bohlen – True (1), Köster (2/1), Sünkenberg, Lange, Peek (5/1), Rathmann, Rave (6), Heidorn (1), Schiege, Leder (3), Abbes.

Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am  24.11.2016 im Weser Kurier.


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