Dez 2016 15
Handball-Verbandsliga: Habenhausen II verliert beim Tabellenführer Rotenburg mit 20:25
Bremen. Die Verbandsliga-Handballer des ATSV Habenhausen II verloren beim ungeschlagenen Tabellenführer TuS Rotenburg mit 20:25 (6:13). Allerdings war für die Mannschaft von ATSV Trainer Julian Kühn mehr drin, denn die Südbremer agierten über weite Strecken des Spiels nicht diszipliniert genug, um den Liga-Primus zu schlagen. Der Gast kassierte zu viele unnötige Zeitstrafen, ließ zu viele Chancen ungenutzt und konnte selbst in Überzahl häufig nicht den Ball im Tor unterbringen.

Vor allem in der ersten Halbzeit führte Rotenburg ständig, weil die Blauen einfach zu fahrlässig mit ihren Torwürfen umgingen. Zudem wurden die Gäste-Konter zu schlecht vorgetragen. Die Gastgeber nutzten diesen Umstand und bauten ihre Führung von 6:4 (16.) auf 11:4 (28.) aus. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit konnten die Kühn-Mannen das Spiel wieder ausgeglichener gestalten. An der deutlichen 13:6-Halbzeitführung für den Tabellenersten änderte dieser Umstand aber nichts.

Nach dem Wiederanpfiff agierten die Gäste besser und holten Tor um Tor auf. Vor allem die Habenhauser Flügelzange mit Martin Nowakowski (3) und Hauke Marien (3) schnappe in dieser Phase gut zu. Dadurch kam der ATSV auf 14:16 (44.) heran. Aber eine Wende gelang nicht, weil der Gast die nötige Cleverness vermissen ließ und das Kommando wieder aus der Hand gab. Die Hausherren nutzten diesen Umstand und zogen wieder auf 19:14 (49.) davon. Damit war eigentlich der Drops schon gelutscht. Vor allem, weil die Heim-Sieben nicht mehr anbrennen ließ und den Gegner deutlich auf Distanz hielt.

Trotz des deutlichen Spielstands wurde es in den Schlussminuten noch einmal hektisch. Innerhalb von einer Minute sorgten die erfahrenen Schiedsrichter Volkmar Hustedt/Heiko Bujalla (Daverden/Bremen) für Übersicht auf dem Platz. Zuerst musste Rotenburgs Youngster Michel Misere für vier Minuten auf die Strafbank. Ihm folgten Habenhausen Kai Rudolph für zwei Minuten und Bjarne Ruthke, der die Rote Karte sah (59.). Am klaren Rotenburger Sieg änderte sich aber nichts mehr. „Wir hätten hier nur konzentrierter und disziplinierter agieren müssen. Dann hätten wir vielleicht etwas Zählbares mitnehmen können“, sagte ATSV-Coach Kühn. Das will seine Mannschaft auf jeden Fall im letzten Heimspiel des Jahres am nächsten Samstag gegen den Oberliga-Absteiger SG Neuenhaus/Uelsen, der in der Tabelle gleich hinter dem ATSV II rangiert. Allerdings schon mit einem negativen Punktverhältnis.

ATSV Habenhausen II: Wilshusen, Wessels – Wilhelms (3/1), Janssen, Fronz (3), Schäfer (2), L. Meier (1), Ruthke (1), Klün (1), Stüven, Rudolph (2), Marien (3), Gebhardt, Nowakowski (4).

Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffntlicht am  15.12.2016 im Weser Kurier. 

 


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