Dez 2016 01

handball atsv habenhausen Jannik Schluroff SG HC Bremen/Hastedt © Gunnar Schäfer

Bild mit Symbolcharakter: Jannik Schluroff und der ATSV Habenhausen lagen im Derby am Boden. (Gunnar Schäfer)

Von Anfang an fanden die Gastgeber nicht wie gewohnt ins Spiel. SG-Trainer Barna-Zsolt Akacsos hatte seine Mannschaft 14 Tage lang auf die Partie vorbereitet und wählte eine defensive 3:2:1-Deckung als Abwehrvariante. Damit lag er goldrichtig. Der Habenhauser Angriff fand kaum Lücken in der Defensive der Gäste. Zudem bestach Hastedts Torhüter Farasha Bassam mit zahlreichen Paraden. Damit stach er klar seine Gegenüber Olaf Abshagen und Marius Voss aus. Das sah auch Habenhausens Co-Trainer Marc Winter so. „Im Angriff haben wir nie zu unserem Spiel gefunden. Zudem hat uns Bassam den Zahn gezogen“, erklärte er.

Schnell lagen die Gäste mit 3.0 (7.) vorn. Erst ein Unterhandwurf von Mirco Wähmann brachte das erste Tor für die Hausherren zum 1:3 (7.). Aber das war nicht das Signal für die Übernahme des Kommandos. Im Habenhauser Angriff blieb vieles Stückwerk. Anders die Gäste. Immer wieder lief der Ball gut durch die eigenen Reihen. Zudem wurde die 6:0-Abwehr der Südbremer immer wieder unter Druck gesetzt.

handball atsv habenhausen Jannik Schluroff SG HC Bremen/Hastedt © Gunnar Schäfer

Die Verteidigung des HC mit Lasse Till (links) und Yannick Schäfer (rechts) kaufte den Habenhauser Angreifern den Schneid ab. (Gunnar Schäfer)

Die SG baute ihre Führung auf 9:2 (15.) aus. In der Folgezeit konnte der ATSV durch einen Zwischenspurt mit Toren von Felix Meier (2) und Mattes Helbig zumindest auf 5:9 (19.) herankommen. Bis zur Pause konnten die Blauen zumindest mit dem Gast einigermaßen mithalten, sodass beim Stande von 9:15 die Seiten gewechselt wurden.

Viele ATSV-Anhänger hofften, dass der Gast in der zweiten Halbzeit dem Tempo und seiner intensiven Abwehrarbeit Tribut zollen muss. Aber darin täuschten sie sich gewaltig. Gleich nach der Pause sorgten SG-Spielmacher Marten Franke und Felix Fietze, der einen Abpraller verwehrten konnte, für das 18:9 (35.).

Damit waren die Fronten schon früh klar verteilt. In der restlichen Spielzeit lebte der ATSV vor allem von den gelungenen Einzelaktionen von Björn Wähmann. Der Rückraumspieler langte 11/7 zu, konnte aber schlussendlich auch die deutliche Niederlage seiner Mannschaft nicht verhindern. Der Gast baute in der Folgezeit seine Führung auf 25:13 (48.) aus. Dann brachte Akacsos seine zweite Reihe, sodass der ATSV nicht noch mehr unter die Räder kam. Zum Schluss kam es noch zu einigen Emotionen auf beiden Seiten. Aber die Gemüter kochten schnell wieder runter. Am deutlichen Hastedter Erfolg änderte sich aber nichts mehr. „Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie zurecht die Spitze übernommen hat“, erklärt der SG-Trainer. Sein Gegenüber Winter konnte dem neuen Tabellenführer nur zu seinem deutlichen Sieg gratulieren.

 ATSV Habenhausen: Abshagen, Voss – Helbig (2), M. Fischer, B. Wähmann (11/7), F. Meier (4), J. Schluroff (2), Grädtke (2), M. Schluroff (n.e.), M. Wähmann (1), Lange, Müller (1), Ruthke (n.e.).

 SG HC Bremen/Hastedt: Bassam, Osmer – F. Fietze (4/1), Bochow, de Raad (5), Gövert, Till (5), Franke (7/1), Schäfer (4), Thünemann, Wiezorrek (3), O. Fietze (1), Stelzner, Skoric (1).

geschrieben und veröffentlicht am 1.12.2016 von Gunnar Schäfer im Weser Kurier.


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