Jan 2017 23

Bremen. Oberliga-Tabellenführer ATSV Habenhausen nahm beim 44:32 (25:12)-Sieg über den TSV Bremervörde eindrucksvoll Revanche für die erlittene Hinspielniederlage zum Saisonauftakt. In eigener Halle legten die Südbremer los wie die Feuerwehr. Aufbauend auf ihre 6:0-Deckung mit einem starken Olaf Abshagen im ATSV-Tor dahinter, provozierten die Gastgeber von Anfang an Fehler bei den abstiegsbedrohten Gästen. Immer wieder konnte die Defensive der Blauen den Ball erobern und ihre Flügelzange Lukas Ole Müller (11) und Felix Meier (6) auf die Reise schicken. Dadurch führte der ATSV schnell über 6:1 (8.) durch Janik Schluroff mit 11:2 (12.) durch Marcel Fischer.

Bis zu diesem Z12_filteredeitpunkt waren die TSV-Routiniers Adnan Salkic und Markus Hölling noch kaum oder gar nicht in Erscheinung getreten. Das lag auch daran, dass die Hausherren mit offensiven Halbverteidigern agierten und die Kreise von Salkic als Torschützen oder als Anspieler stark einengten. Erst mit zunehmender Spielzeit gelang es dem Gast, auch mitzuspielen. Trotzdem lag der ATSV Habenhausen klar mit 21:8 (54.) durch Mattes Helbig klar in Führung. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit konnten die Bremervörder etwas Ergebniskosmetik betreiben.

In der Halbzeit brauchte ATSV-Trainer Lars Müller-Dormann kaum Fehler anzusprechen. Es lief einfach gut für den ATSV an diesem Abend. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Südbremer von Beginn an wieder im Spiel. Schnell führte die Heim-Sieben nach einem weiteren Treffer von Fischer mit 31:15 (40.). Zwar konnte der Gast immer wieder nachlegen. Aber Habenhausen blieb am Drücker.

Erst als Müller-Dormann nach dem zwischenzeitlichen 35:19 (45.) durch Ulf Grädtke munter durchwechselte, kamen Salkic und Hölling noch zu ihren Toren. Vor allem der bullige Hölling war nun von der ATSV-Defensive kaum zu halten. Der Kreisläufer war in der Schlussviertelstunde noch vier Mal erfolgreich. Das Spiel verlief nun ausgeglichen. Bremervörde konnte in dieser Phase noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Dadurch hielt der Gast die sich anbahnende Niederlage noch in erträglichen Grenzen. An der klaren Niederlage konnte der TSV aber nichts mehr ändern. Damit konnte der Primus auch etwas für sein Torverhältnis tun. „Wir haben uns deutlich weiterentwickelt. Es war bis zur 45. Minute eine überragende Vorstellung von uns“, er klärte ein zufriedener Müller-Dormann. Nun hat sein Team 14 Tage Zeit, um zu regenerieren, bevor man beim heimstarken TSV Bissendorf-Holte antreten muss (5. Februar, 17 Uhr). Müller-Dormann & Co können nun erst einmal abwarten, wie sich der Verfolger SG HC Bremen/Hastedt in seinen Nachholspielen schlägt.

ATSV: Abshagen, Voss, Wessels – Helbig (2), Fischer (4), B. Wähmann (4), Rudolph, F. Meier (6), Grädtke (4), Schluroff (5), M. Wähmann (7/3), Cagliani (1), Müller (11).

 

geschrieben von Gunnar Schäfer und veröffentlicht am 23.01.2017 im Weser Kurier


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