Jan 2017 16
ATSV Habenhausen baut mit 38:30 gegen Neerstedt Tabellenführung aus
Bremen. Zuletzt konnte der Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen nicht unbedingt überzeugen, doch im Heimspiel gegen den TV Neerstedt straften die Handballer des Trainergespanns Lars Müller-Dormann/Marc Winter ihre Kritiker Lügen und fuhren gegen den TV Neerstedt einen überzeugenden 38:30 (20:13)-Erfolg ein. Damit weisen die Habenhauser fünf Punkte auf der Habenseite mehr auf Verfolger SG HC Bremen/Hastedt. Allerdings hat die SG zwei Spiele weniger ausgetragen.

Hadball-TV Neerstedt

Janik Schluroff führte beim Habenhauser 38:30-Sieg glänzend Regie. (Gunnar Schäfer)

Von Anfang an übernahmen die Habenhauser, angeführt von Spielmacher Janik Schluroff, das Kommando. Schnell führte der ATSV mit 2:0 (2.). Die Neerstedter konnten das Spiel jedoch über individuelle Klasse bis zum 7:6 (10.) offen gestalten. Allerdings war ATSV-Schlussmann Olaf Abshagen von Anfang an auf dem Posten. Immer wieder nahm er dem Neerstedter Rückraum die Würfe ab. Vor allem Neerstedts Shooter, Eike Kolpak, erwischte keinen glücklichen Tag. Immer wieder scheiterte mit seinen Würfen an Abshagen.
Als dann der Gast in Unterzahl agieren musste, spielte Habenhausen den TVN an die Wand. In dieser Phase wurden die ATSV-Außen Lukas Ole Müller und Felix Meier, die zuletzt etwas stiefmütterlich behandelt worden waren, frei gespielt. Zudem traf Abshagen nach einem Neerstedter Ballverlust ins leere TVN-Gehäuse, weil TVN-Trainer Jörg Rademacher in Unterzahl seinen Torhüter zugunsten eines Feldspielers herausgenommen hatte.
Nach dem zwischenzeitlichen 11:6 (14.) war der Tabellenführer voll im Spiel. Immer wieder wurden nun die Angriffe überzeugend und mit dem zuletzt vermissten Tempo vorgetragen. Häufig setzte die Heim-Sieben den kleinen Neerstedter Kader mit schnellen Anwürfen unter Druck. Immer wieder gelangen dadurch entweder Müller oder Meier einfache Tore über die Außenbahn. In der Schlussphase der ersten Halbzeit baute der ATSV seien Vorsprung von 16:11 (24.) auf 20:13 bis zur Pause aus.
In der Halbzeit brauchte das Habenhauser Trainer-Duo nicht viel nachzujustieren. Nach dem Wiederanpfiff versuchte Neerstedt den ATSV mit einer 4+2-Deckung aus dem Konzept zu bringen. Rademacher ließ Mirco Wähmann und Schluroff an die kurze Leine nehmen. Aber die Maßnahme hatte nur kurzzeitig Erfolg. Zwar kam der TVN durch zwei Konter auf 15:20 (32.) heran, aber eine erneute Unterzahl der Gäste – ein eingesetzter Spieler stand nicht auf dem elektrischen Spielformular – brachte die Gäste endgültig deutlich ins Hintertreffen. Mirco Wähmann, Helbig (2) und Meier (2) warfen den ATSV in dieser Phase mit ihren Toren mit 25:15 (36.) in Führung. Zu diesem Zeitpunkt sah es nach einem Debakel für den Tabellensiebten aus.
In der Folgezeit lagen die Habenhauser ständig mit bis zu zehn Toren vorn. Neerstedt wehrte sich kaum. Zwar stellte Rademacher auf eine 3:2:1-Deckung um, aber genutzt hat es den Grün-Weißen nichts. Bevor der ATSV seinen Ersatzspielern Einsatzzeiten verschaffte, lag die Heim-Sieben schon durch einen Treffer des wieder genesenen Jan Rudolph mit 36:24 (54.) in Führung. In der Schlussphase machten die Habenhauser aber zu viele Fehler, sodass vor allem Neerstedts Kolpak noch vier Mal zulangen konnte. „Wir sind sehr zufrieden. Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Zu bemängeln haben wir nur die Schlussphase, als wir zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind“, erklärte  Trainer Lars Müller-Dormann. Nächsten Sonnabend empfängt der ATSV zum Rückrundenauftakt den TSV Bremervörde. Dann will sich der ATSV laut Marc Winter für 26:32-Auftaktniederlage zum Saisonstart revanchieren.

 ATSV: Abshagen (1), Voss (n. e.), Wessels – Helbig (2), Fischer, B. Wähmann (5/3), Rudolph (2), Grädtke (1), J. Schluroff (3), M. Schluroff (n. e.), M. Wähmann (9/1), Müller (7), F. Meier (7), Cagliani (1).

„Unsere Taktik ist voll aufgegangen.“ Trainer Lars Müller-Dormann
Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am 16.01.2017 im Weser Kurier.


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