Feb 2017 27
Beim 28:25-Sieg über Cloppenburg lässt nur die Chancenverwertung zu wünschen übrig
Bremen. Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen haben die Tabellenspitze verteidigt. Beim Tabellendritten TV Cloppenburg gewann die Mannschaft des ATSV-Trainergespanns Lars Müller-Dormann/Marc Winter mit 28:25 (14:12). Dabei machten die ATSV-Fans in der ausverkauften TVC-Halle ordentlich Stimmung. Das trug ihre Mannschaft von Anfang an.

Zwar ließ TVC-Trainer Adrian Hoppe Habenhausens Mirco Wähmann über 60 Minuten an die kurze Leine nehmen, doch im Spiel 5:5 konnten die Südbremer die Räume gut nutzen. Von Anfang übernahm der Gast das Kommando und führte bis 6:5 (15.) durch einen erfolgreichen Siebenmeter von Björn Wähmann immer mit einem Tor. Die Gastgeber konnten aber immer ausgleichen. Danach gelang es der gut gestaffelten 6:0-Deckung der Weiß-Blauen, die Hausherren zu stoppen. Habenhausen ging durch ihre Flügelzange Lukas Ole Müller und Felix Meier mit 8:6 (18.) erstmalig mit zwei Toren in Führung. Von da an lagen die Bremer angefeuert von ihrem Anhang ständig mit bis zu drei Toren vorn.

Nach dem Wiederanpfiff folgte die stärkste Phase der ATSV-Sieben. Aus der Abwehr heraus, mit nur einem Innenblock durch die Wähmann-Brüder, weil weder Mattes Helbig (Auslandssemester) noch Derk Marien mit von der Partie waren, wurden die Angriffe nun gut vorgetragen. Habenhausen baute in dieser Phase seine Führung auf 21:14 (46.) aus.

Auch die Aufregung, weil Cloppenburgs Mirco Neunzig nach einem rüden Foul an Janik Schluroff die Rote Karte sah und Schluroff für den anschließenden Rempler noch für zwei Minuten auf die Strafbank musste (45.), stoppte die Gäste nicht. Nach Felix Meiers 24:17 (50.) war die Halle mehr als ruhig. Erst als der ATSV in den letzten zehn Minuten wieder einige gute Einwurfmöglichkeiten ungenutzt liegen ließ und der Tabellendritte wieder herankam, war auch die Halle wieder da. Aber der Erfolg der Habenhauser geriet nicht mehr in Gefahr. Zwar kam der TV Cloppenburg noch einmal auf 23:26 (58.) heran. Aber das war es dann auch. Am Ende konnte Habenhausen auf dem Weg zum Titel einen wichtigen Auswärtserfolg einfahren. „Unsere Deckung steht auch auswärts. Nur die schlechte Chancenauswertung ist uns immer wieder ein Dorn im Auge“, erklärte Marc Winter.

 ATSV Habenhausen: Abshagen, Voss – Fischer (4), B. Wähmann (3/1), Rudolph, Meier (7), Grädtke (3), J. Schluroff (2), M. Schluroff (2), M. Wähmann (2), Cagliani, Müller (5), Ruthke.

Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am  27.02.2017 im Weser Kurier.


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