Feb 2017 16

Von Anfang an war die Partie von Kampf und Emotionen geprägt. Zunächst fand die Defensive der Gäste kaum Zugriff auf die WHV-Offensive. Vor allem WHV-Kreisläufer Thorben Hackstein entwischte der 6:0-Deckung der Habenhauser ein ums andere Mal und erzielte fünf seiner sieben Treffer in der ersten Halbzeit. Aber auch Jonas Koch war mehrfach aus dem Rückraum erfolgreich. Deshalb lief der Gast zunächst bis zum 2:4 (5.) ständig einem Rückstand hinterher. Dann konnte die Habenhauser durch Martin Nowakowski erstmalig zum 4:4 (7.) ausgleichen. Fortan war es eine Begegnung auf des Messers Schneide. Die Führungen wechselten ständig. Zur Pause hatten die Gastgeber knapp die Nase beim 16:15 vorn. Allerdings verloren die Blauen kurz vor der Pause mit Bjarne Ruthke einen Spieler mit der Roten Karte.

In der Pause schritt Kühn regulierend ein. Fortan agierte seine Mannschaft souveräner. Vor allem in der Abwehr erlangten die Bremer deutlich besseren Zugriff auf die Hausherren. Vermehrt wurden nun die ­Bälle in der Defensive erkämpft und einfache Tore per Konter erzielt. Nach dem zwischenzeitlichen 18:18 (38.) zog der ATSV II über 21:18 (43.) durch Lukas Schäfer, auf 24:19 (43.) durch Christian Janssen davon. Wilhelmshaven, das auf Christoph Groß verzichten musste, schwanden nun die Kräfte. Die Kühn-Sieben agierte souverän und ließen sich auch von einer 4:2-Deckung  nicht aus dem Konzept bringen. Als Nowakowski das 28:20 (54.) erzielte, war eine Vorentscheidung gefallen.

„In der zweiten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt und dadurch zurecht, auch in der Höhe gewonnen“, erklärte Kühn. Mit dem Sieg rückt seine Mannschaft nahe an die Aufstiegsplätze heran und könnte am Ende auch Platz zwei erreichen, der zum Aufstieg in die Oberliga Nordsee berechtigt. Zumal die Habenhauser Erstvertretung noch im Aufstiegsrennen dieser Klasse steckt. Trotzdem hält Kühn den Ball flach. „Der Aufstieg ist für uns gerade kein Thema. Die Erfolgswelle ist einfach eine tolle Momentaufnahme“, sagt der B-Lizenz-Inhaber.

TSV Habenhausen II: Wilshusen, Hamann – Besuden, Wilhelms (7/5), Janssen (4), Schäfer (3), T. von der Heyde, Meier, Ruthke (2), Klün, Stüven (2), Marien (6), Gebhardt, Nowakowski (7).

geschrieben von Gunnar Schäfer und veröffentlicht am 16.02.2017 im WeserKurier.


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