Feb 2017 20
HSG Delmenhorst hält beim Tabellenzweiten ATSV Habenhausen nur eine Halbzeit lang mit

Bis zur Pausensirene zeigte das Team des Trainergespanns André Haake und Werner Rohlfs eine vernünftige Leistung, nichts ließ auf eine so deutliche Klatsche schließen. Ein Fehlstart der Gäste in die zweite Halbzeit brachte dann aber bereits die Entscheidung: Die HSG-Sieben legte einen 1:7-Negativlauf hin. Sie produzierte viele technische Fehler und scheiterte immer wieder am Habenhauser Torwart. In dieser Phase lag zwischen beiden Mannschaften mehr als eine Klasse Unterschied. „Das Schlimme ist, dass wir uns nach diesem Kollektivversagen aufgegeben haben“, analysierte Oetken später. Statisches Spiel, keinerlei Bewegung, kein Druck auf die Habenhauser Deckung: Die HSG machte alles falsch, was falsch gemacht werden konnte. „Bis auf Sönke Schröder haben wir uns alle frühzeitig aufgegeben, das gilt für jeden von uns.“ Ohne nennenswerte Gegenwehr kassierten die Gäste etliche Gegenstöße und vermochten keinerlei Akzente mehr zu setzen.

Die HSG strebt nach wie vor den rettenden elften Platz im Klassement an, bleibt jedoch vorerst auf dem zwölften stehen. Der Abstand zum Elften, dem Elsflether TB, beträgt inzwischen vier Punkte. Gleichzeitig verschlechterten die Delmenhorster ihr Torverhältnis erheblich, das am Saisonende mitentscheidend in der Abstiegsfrage sein könnte. So kommt dem Lokalderby am kommenden Freitag auswärts bei der TSG Hatten-Sandkrug, dem 13. der Oberliga-Tabelle, eine immense Bedeutung zu. „Bis dahin werden Werner Rohlfs und André Haake unser Team wieder aufrichten“, ist sich Frederic Oetken sicher, „jeder weiß, welche Bedeutung das nächste Match für uns hat. Mentale Schwächen dürfen wir dort definitiv nicht zeigen.“

Geschrieben von Jörn Franke, veröffentlicht am  20.02.2017 im Weser Kurier.


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