Mrz 2017 23
Handball-Verbandsliga Nordsee: Tim Steghofer ist beim 35:22-Sieg kaum zu stoppen
Bremen. Der ATSV Habenhausen II ist in der Handball-Verbandsliga Nordsee kaum zu stoppen. Im Spiel der Verfolger von Tabellenführer TuS Rotenburg überrollte die Oberliga-Reserve die HSG Barnstorf/Diepholz II und gewann deutlich mit 35:22 (16:8.). Die Diepholzer traten ersatzgeschwächt zum Verfolgerduell an. Mit Dennis Wulf, Jan-Erik Rechtern, Arne Thiemann, Malte Helmerding und Spielertrainer Nils Mosel mussten die Gäste gleich auf fünf Spieler verzichten.

Handball atsv habenhausen II tim Steghofer © Gunnar Schäfer

Tim Steghofer traf beim Habenhauser 35:22-Sieg acht Mal. (Gunnar Schäfer)

Zudem bildeten Maik Schwenker und Manuel Pauli ein Duo im Tor der Gäste, weil Frederik Hohnstedt sich im Tor der Diepholzer Oberligavertretung fest gespielt hat. Genau wie Abwehrchef Tomas Lenkevicius, der sich ebenfalls bei der personell ebenfalls gebeutelten Erstvertretung fest gespielt hat. Aber auch auf Habenhauser Seite fehlten mit Spielmacher Marco Wilhelms (Urlaub) und Lukas Schäfer (verletzt) wichtige Spieler. Nur gut, dass Tim Steghofer noch einmal mitwirken konnte, bevor er in die Vereinigten Staaten zurückkehrt. Im nächsten Spiel bei der abstiegsbedrohten HSG Bützfleth/Drochtersen (26. März, 17 Uhr) muss ATSV-Trainer Julian Kühn sowohl auf Wilhelms als auch auf Steghofer verzichten.

Im Heimspiel legten die Weiß-Blauen los wie die Feuerwehr. Immer wieder nutzte der ATSV II technische Fehler und Fehlwürfe der Gäste bereits in der Anfangsphase zu schnellen Kontern und lag bereits mit 9:1 (12.) in Führung. Neben den Kontern profitierten die Habenhauser davon, dass die HSG zunächst keinen Zugriff auf den Angriff der Gäste bekam. Immer wieder zogen die Hausherren die 3:2:1-Deckung der Kreisdiepholzer mit langen Kreuzbewegungen auseinander. Vor allem Bjarne Ruthke kam immer wieder in gute Wurfposition. „Eigentlich war das Spiel schon zu dieser frühen Phase schon entschieden“, erklärte Kühn.

In der Folgezeit lief der Gast dem deutlichen Rückstand hinterher. Zwar fand die Mosel-Sieben nun besser ins Spiel, HSG-Linkshänder Matthias Andreßen überwand nun immer wieder die 6:0-Deckung der Gastgeber. Aber im Angriff ließ die Heim-Sieben nicht viel anbrennen. Steghofer (8) ging immer wieder mit Volldampf auf die Gäste-Abwehr und wurde mit dieser Vorgehensweise zum erfolgreichsten Akteur des Spiels. Die ganze erste Halbzeit lagen die Südbremer somit deutlich vorn.

Auch nach dem Wiederanpfiff lagen die Hausherren weiter deutlich vorne. Allerdings holte der Gast in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit etwas auf und lag nur noch mit 13:21 (39.) im Hintertreffen. Dann fand aber die ATSV-Sieben in die Erfolgsspur zurück. Steghofer (3), Martin Nowakowski (1/1) und Hauke Marien mit einem weiteren erfolgreichen Konter, sorgten für das vorentscheidende 26:13 (43.). Danach schalteten die Kühn-Mannen einen Gang zurück. Zudem verschaffte der engagierte Habenhauser Coach seinen Ersatzspielern bereits früh entsprechende Einsatzzeiten.

Zwar konnte die HSG Schwanewede nun mithalten, aber den Abstand zum Konkurrenten konnte man nicht mehr verkürzen. Am Ende fuhr Habenhausen einen Kantersieg ein und festigte den zweiten Tabellenplatz. Während die HSG-Reserve auf Platz vier zurückfiel. „Wir haben zu Hause eine Festung, die kaum ein Team knacken kann“, erklärte Kühn zufrieden. Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass die Habenhauser Reserve fast komplett auch für die nächste Saison zugesagt hat. Lediglich Florian Fronz will kürzertreten.

 ATSV II: Wilshusen, Hamann – Besuden, Steghofer (8), Janssen (1), Fronz (3), T. v. d. Heyde, L. Meier (3), Ruthke (5), H. Marien (7), Gebhardt (1), Nowakowski (6/4), Stüven, Flemig (1).

„Wir haben zu Hause eine Festung, die kaum ein Team knacken kann.“ ATSV-Trainer Julian Kühn
Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am 23.03.2017 im Weser Kurier.


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