Mrz 2017 27
ATSV unterliegt Wilhelmshaven 27:29

Die Mannschaft von ATSV-Trainer Marcel Klische war dank der Unterstützung aus der Reserve mit neun Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen an die Jade gereist. Klische fehlten wichtige Stützen wie Kreisläuferin Kim-Anna Heidorn oder die zuletzt aushelfende Viola Pleines. Trotzdem konnte der Gast von Anfang an gut mithalten. In der ersten Halbzeit war es zunächst ein enges Spiel mit wechselnden Führungen. Nach der 5:4-Führung der Gäste (10.) durch die gut aufgelegte Linksaußen Sabine Peek übernahm mit zunehmender Spielzeit die HSG das Kommando. Und nach dem 7:7 (16.) ging Wilhelmshaven durch drei Tore in Folge mit 10:7 (19.) in Führung.

In dieser Phase ließ der ATSV einige Chancen ungenutzt liegen. Aber Habenhausen steckte nicht auf, kämpfte weiter und konnte die Begegnung bis zur Pause wieder offen gestalten. Zwar führten die Gastgeberinnen zur Halbzeit mit 15:14, aber Klische sprach seiner Mannschaft noch einmal neuen Mut zu. Seine Worte verhallten nicht ungehört. Nach dem Wiederanpfiff folgte die beste Phase der Gäste. Nach dem 17:17 (37.) von Köster lagen in der Folgezeit die Klische-Frauen immer mit wieder mit einem Tor in Front – letztmalig beim 20:19 (40.) durch Peek.

Als Habenhausen einige Male leichte Fehler im Spielaufbau machte und in der 3:2:1-Deckung einige Zweikämpfe verlor, gewann die HSG wieder Oberwasser. Nach dem 23:23 (46.) durch Katharina Kumpf lagen die Gastgeberinnen bis in die Schlussphase immer mit einem Tor in Front. Aber deutlich absetzen konnten sich die HSG-Frauen nicht. Der ATSV blieb immer auf Tuchfühlung dran. Nach dem erneuten Ausgleich zum 27:27 (56.) durch Kumpf hätten die Gäste wieder das Kommando übernehmen können. Aber kaum eine Minute später mussten gleich zwei Habenhauserinnen auf die Strafbank. Im Spiel Vier gegen Sechs war der ATSV letztlich chancenlos und musste mit einer unverdienten Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. „Meine Mannschaft hat erneut ein gutes Spiel gezeigt. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, sagte Klische, der aber frohen Mutes in den Saisonendspurt geht.

In den letzten vier Begegnungen muss sein Team noch gegen die Kellerkinder Bützfleth/Drochtersen (2. April, 14.45 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle) und SG Findorff (13. Mai, 17.30 Uhr, BSA Findorff) antreten. Mit zwei Siegen in diesen Spielen kann sich der ATSV vor dem drohenden Abstieg in die Landesliga retten. Aber auch in den Spielen bei der HSG Hude/Falkenburg (30. April, 16.30 Uhr, Am Steinacker) und zu Hause gegen den TV Cloppenburg (6. Mai, 17.30 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle) ist die ATSV-Sieben nicht chancenlos bei dem Versuch, etwas Zählbares einzufahren.

ATSV Habenhausen: Bohlen, Karametovic – True (1), Klün (2), Köster (6), Lange (1), Kumpf (3), Peek (8/2), Leder (1), Beisch, Abbes (5)

Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am 27.03.2017 im Weser Kurier.


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