Apr 2017 10

Allerdings hing der Sieg der Südbremer an einem seidenen Faden. Nach der ATSV-Auszeit (59:39) beim Stande von 27:26 agierte Edewecht mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung. Dadurch war auf den Außenpositionen für die Blauen viel Platz. Der Angriff der Gäste spielte Felix Meier auf Rechtsaußen frei, aber Meier scheiterte am VfL-Torwart Finn Luca Schwagereit, der aus der Habenhauser Jugend stammt. Auch den anschließenden Abpraller konnte Marcel Fischer nicht verwerten, weil Schwagereit erneut auf dem Posten war. Dadurch kamen die Gastgeber Sekunden vor dem Ende noch einmal zu einer finalen Chance, aber auch ATSV-Keeper Olaf Abshagen war auf dem Posten und konnte aus der Nahwurfzone parieren. Damit blieb es beim knappen Sieg der Gäste.

„Wir haben uns lange Zeit schwergetan“, sagte ATSV-Trainer Lars Müller-Dohrmann. Vorher hatten er und sein Partner auf der ATSV-Bank, Marc Winter, zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Bis zum 3:2 (6.) lag der Tabellenführer in Führung. Dann häuften sich die Fehler des ATSV. Edewecht übernahm das Kommando. In der Folgezeit bauten die Hausherren ihre Führung von 4:3 (6.) auf 18:10 zur Pause kontinuierlich aus.

Nach dem Wiederanpfiff ließ Müller-Dohrmann etwas offensiver in der 6:0-Deckung agieren. Habenhausen holte nun Tor um Tor auf. Während bei den Gastgebern fast nur noch Renke Bitter traf, agierte Habenhausen nun so wie es Müller-Dohrmann eigentlich von Anfang an erwartet hatte. Immer wieder wurden die Bälle in der Defensive erobert und ab ging die Post. Beim 22:22 (51.) durch Youngster Miro Schluroff war erstmals nach der Anfangsphase wieder ein Unentschieden geschafft.

Die Edewechter wurden nun nervös und Erinnerungen aus dem letzten Spiel in Delmenhorst wurden bei den Weiß-Schwarzen wach. Es kam genau wie in der Vorwoche. Zuerst bekam Bitter nach einem Foul an Björn Wähmann die Rote Karte (58.). Dann sorgten Janik Schluroff und sein Cousin Lukas Ole Müller für die finale Habenhauser Führung. Diese ließ sich die Gäste-Sieben nicht mehr nehmen. Genau wie wahrscheinlich die Meisterschaft. Diese kann Habenhausen nach Ostern beim Schlusslicht TSG Hatten-Sandkrug (22. April, 19.30 Uhr, Halle Schultredde) endgültig vorzeitig unter Dach und Fach bringen.

ATSV: Abshagen, Voß – Fischer (3/1), B. Wähmann 5/3), Rudolph, F. Meier (7), Grädtke, J. Schluroff (3/1), M. Schluroff (1), M. Wähmann (3), D. Marien, Müller

veröffentlicht am 10.04.2017 im Weser Kurier von Gunnar Schäfer


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