Apr 2017 24
Nach dem 28:23 in Hatten-Sandkrug steht die Meisterschaft fest

Dass Björn Wähmann in der zweiten Spielminute einen Siebenmeter für den ATSV vergab,  sollte lediglich als böses Omen für die ersten knapp 20 Minuten des Spiels gelten. „Man merkte den Spielern schon ein wenig den Druck an“, gestand Müller-Dormann seinen Spielern die Anfangsnervosität gerne zu. Jeder habe vor dem Spiel einen klaren Sieg erwartet, „aber so einfach schlägt man in der Oberliga selbst das Schlusslicht nicht“, betonte der Coach. Schon gar nicht, wenn die Spieler schlicht zu langsam in der Defensive und viel zu überhastet in der Offensive agierten, wie es der ATSV in der Anfangsphase der Begegnung tat. Erst nach kleineren Umstellungen im Abwehrblock und dem nötigen Quäntchen Glück im Angriff setzte sich der neue Oberliga-Meister bis zur Halbzeit von den kampfstarken Gastgebern etwas ab.

Lukas Ole Müller war mit neun Treffern erfolgreichster Habenhauser.

Lukas Ole Müller war mit neun Treffern erfolgreichster Habenhauser.

Wie bereits die erste, fing auch die zweite Hälfte mit einem Strafwurf der Gäste an, diesmal verwandelte Mirco Wähmann allerdings souverän (32.). Anschließend baute das Team um seinen besten Werfer Lukas Ole Müller (9 Tore) den Vorsprung kontinuierlich aus, lediglich Razvan Ghimes (6/1) und Robert Langner (7) sorgten noch für etwas Gefahr vor dem Gehäuse von ATSV-Keeper Maris Voß. „Es war über die gesamte Dauer bestimmt kein schönes Spiel von uns“, erklärte Müller-Dormann, „aber letztlich haben wir verdient gewonnen und sind glücklich, den Titel und damit auch den so lange ersehnten Aufstieg endlich in trockenen Tüchern zu haben.“ Allerdings ließ sich der Trainer trotz aller Euphorie nicht dazu verleiten, erste Einblicke in die Kaderplanung für die anstehende Drittliga-Saison zu gewähren. „Wir sind in  Gesprächen mit vielen interessanten Spielern“, konstatierte Müller-Dormann lediglich, „aber offiziell zu verkünden gibt es noch nichts.“ Schließlich seien bis zum Saisonende noch zwei Begegnungen (daheim gegen Achim/Baden und auswärts beim TV Neerstedt) zu absolvieren, ehe die Sektkorken endgültig knallen gelassen werden sollen. „Wir wollen diese beiden Begegnungen mit voller Konzentration angehen und auch gewinnen“, kündigte  Müller-Dormann an.

ATSV Habenhausen: Voß; Fischer, B. Wähmann (2), Rudolph (1), Meier (1), Grädtke (3), J. Schluroff (3), M. Schluroff (4), M. Wähmann (4), Wilshusen, Marien (1), Müller (9).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht am 24.04.2017 im Weser Kurier.


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