Mai 2017 04
Habenhausen II 28:29 in Rotenburg

Was war passiert? Beim Stande von 28:28 (60.) musste der Gast in Unterzahl agieren. Rotenburgs Trainer Nils-Oliver Muche nahm sechzehn Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Diese Auszeit des Gegners nutzte Kühn und stellte in Überzahl auf Manndeckung um. Damit ging er das volle Risiko ein. Nach dem Wiederanpfiff eroberten die Habenhauser auch den Ball. Aber die Unparteiischen sahen dabei ein Foulspiel. Rotenburg reagierte sofort. Der völlig frei stehende Luka Bruns wurde angespielt und hatte keine Mühe, den viel umjubelten Siegtreffer zu erzielen.

Trotzdem suchte Kühn nach Spielende nicht die Schuld bei den Referees. „Kämpferisch hätten wir den Sieg verdient gehabt. Aber unser schwaches Angriffsspiel in der zweiten Halbzeit hat uns den Sieg gekostet“, resümierte er folgerichtig. Dabei hatte sich eine Mannschaft in der Osterpause viel vorgenommen. Erstens will die Reserve nach dem Aufstieg der Oberliga-Equipe in die 3. Liga, jetzt ihrerseits in die Oberliga Nordsee aufsteigen. Dazu wollte man alle ausstehenden Spiele auch gewinnen Entsprechend motiviert gingen die Habenhauser auch in das Spiel gegen den bereits als Meister feststehenden Primus.

Nach der Anfangsphase lagen die Blauen durch Flemming Stüven schon mit 8:3 (13.) vorn. In der Folgezeit wurde das Spiel aber wieder eng, obwohl Thorben Hamann im ATSV-Tor einen guten Tag erwischte. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit konnten sich die Südbremer wieder absetzten. Zur Pause führte Habenhausen II mit 17:13.

Aufstiegschancen bleiben

Nach dem Wiederanpfiff verlor die Heim-Sieben zusehends die spielerische Linie. Nach dem zwischenzeitlichen 19:19 (39.) der Rotenburger entwickelte sich ein enges Spiel. Zwar konnte die Oberliga-Reserve noch mehrfach in Führung gehen, letztmalig beim 27:26 (56.) durch Hauke Marien, aber absetzten konnte sich der Tabellenzweite nicht mehr. Deshalb kam zur dramatischen Schlussminute. Nun muss Habenhausen, das immer über das bessere Torverhältnis verfügt, in den letzten beiden Spielen richtig Gas geben, um den Aufstieg zu realisieren.

 ATSV II: Wilshusen, Hamann – Besuden, Wilhelms (1), Fronz (1), Schäfer (3), T. v. d. Heyde (2), L. Meier (2), Ruthke (8), Klün, Stüven (3), H. Marien (6), Gebhardt, Nowakowski (2/1)

Geschrieben von Gunnar Schäfer, veröffentlicht am 04.05.2017 im Weser Kurier.

 


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