Aug 2017 10

Offene Baustellen

Habenhausen. Der Schweiß floss in Strömen bei den Spielern in den vier Einheiten von Handball-Oberligaaufsteiger ATSV Habenhausen II.

ATSV-Trainer Julian Kühn und sein Co Florian Wachsmann legten viel Wert auf Abwehrarbeit. Nachdem die Spieler zunächst in Kleingruppen geübt hatten, stand die Einführung einer weiteren Abwehrformation neben der 6:0-Deckung auf der Agenda.

Das klappte im ersten Testspiel beim ambitionierten Verbandsligisten HSG Delmenhorst nur bedingt. Vor allem das Umschalten aus dem Angriff in die Defensive und das Spiel Mann gegen Mann sorgte bei den Habenhausern für Verdruss. „Es war ein typisches erstes Testspiel“, erklärte Kühn nach der deutlichen 20:31 (6:13/12:22) -Niederlage.

Die Delmenhorster um ihren neuen Trainer Jörg Rademacher, die auch nur mit einem kleinen Kader angetreten waren, standen in ihrer 6:0-Deckung sehr sicher. Immer wieder blockte das Delmenhorster Abwehrbollwerk um den zweitligaerfahrenen Tim Coors die Würfe des ATSV-Rückraums. Dann schalteten die Delmenhorster, die wieder in die Oberliga zurück wollen, schnell um. Zudem konnte die Habenhauser Defensive Coors (13/1) kaum halten.

Die Kühn-Mannen konnten im ersten Abschnitt der 3 x 20 Minuten lediglich Nadelstiche setzen. Danach stand es 6:13. Langsam stellten sich die Blauen aber in der Defensive besser auf die HSG ein. Im nächsten Drittel gelangen den Gastgebern nur noch neun Treffer. Lediglich Coors blieb ein ständiger Unruheherd. Ausgeglichen verlief dann das dritte Drittel. Delmenhorst ließ zu viele Chancen ungenutzt liegen und der ATSV-Express nahm immer mehr Fahrt auf. Am Ende verloren die Gäste dieses Drittel nur knapp mit 8:9 und Kühn blieb die Erkenntnis: „Wir haben noch viele Baustellen bis zum Saisonstart in rund vier Wochen.“

In einem zweiten Testspiel ließen die Habenhauser dem Verbandsliga-Aufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg beim 27:19 (11:3/18:10) keine Chance. Besonders in den ersten 20 Minuten agierten die Weiß/Blauen äußert diszipliniert und ließen nur drei Gegentore zu. Insgesamt bissen sich die neun Feldspieler nach vier Einheiten und einem Spiel noch einmal durch. „Ich war mit dem zweiten Spiel recht zufrieden. Wir haben noch einmal auf verschiedenen Positionen getauscht und im Kleingruppenspiel viele Konstellationen ausprobiert“, sagte Kühn.

 

Weser-Kurier vom 10.08.2017 von Gunnar Schäfer


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