Aug 2017 09

Habenhausens Doppelpack

Erst hui, dann pfui: Während die Drittliga-Handballer des ATSV Habenhausen nach dem 29:29 (14:14)-Unentschieden gegen den Zweitliga-Aufsteiger TSV Altenholz mehr als zufrieden die Halle in Osterholz-Scharmbeck verließen, schlichen sie tags darauf nach der deutlichen 16:39 (5:20)-Niederlage in Hollenstedt gegen den Nord-Drittligisten HSV Hamburg wie geprügelte Hunde aus der Halle. Es blieb die Erkenntnis für die Habenhauser Trainer Lars Müller-Dormann und Marc Winter: „Wir haben nur eine Chance gegen solche Teams, wenn die Leistung der gesamten Mannschaft stimmt.“

In der ersten Partie fanden die Südbremer nur schwer ins Spiel, der TSV lag schnell mit 5:0 (6.) in Front. Erst Torhüter Daniel Sommerfeld brachte seine Farben mit einigen guten Paraden wieder ins Spiel. In der Folgezeit sah Müller-Dormann, der in Osterholz die Mannschaft alleine coachte, immer wieder einfache Tore seiner Mannschaft über die erste und zweite Welle. Zur Pause stand es 14:14 unentschieden. Auch in der zweiten Halbzeit stand die 6:0-Deckung der Habenhauser gut. In der Schlussphase führte der ATSV schon mit 27:22 (55.), aber der Zweitligist, der in Osterholz ein Trainingslager abhielt, kam wieder heran. Am Ende stand es 29:29 unentschieden. Besonders sehenswert war in der Schlussphase der Treffer von Lukas Ole Müller: Nach einem langen Pass von Sommerfeld drehte Müller den Ball um den Keeper ins Netz.
Das Spiel in Hollenstedt war das komplette Gegenteil. Zwar war der HSV gleich mit 19 Spielern angereist, die sich alle einen Platz im Kader des ehemaligen Champions-League-Siegers erhoffen, die Leistung der Bremer aber ließ etliche Wünsche offen. Die Beine waren schwer, auch fehlte es an Konzentration. Zudem stand die Abwehr nicht, sodass weder Olaf Abshagen noch Sommerfeld viele Bälle an die Finger bekamen. Die Hamburger spulten ihr Programm ab und spielten die Südbremer phasenweise an die Wand. Bereits zur Pause lag Habenhausen deutlich mit 5:20 hinten. In der zweiten Halbzeit stellten die Blauen ihre Deckung auf die neu einstudierte 5:1-Formation um. Danach lief es zwar etwas besser, aber mehr als Nadelstiche konnte Habenhausen nicht setzen. Lediglich Youngster Miro Schluroff wusste zu überzeugen und langte fünfmal zu.
Am Ende dieser Woche geht es nun in ein Trainingslager nach Peine. Hier warten mit den Drittligisten HSV Hannover (11.8.), HSG Burgwedel (12.8.) und MTV Braunschweig (13.8.) ausnahmslos starke Gegner. Habenhausen wird fast mit seinem gesamten Kader anreisen, es fehlt lediglich Kreisläufer Ulf Grädtke (Examen).

Weser-Kurier vom 09.08.2017 von Gunnar Schäfer


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